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Dresden

Dresden: Warum die Große Meißner schmaler werden soll

Königsufer und Neustädter Markt werden neu gestaltet. Was Sie dazu wissen müssen.

Das Königsufer (unten rechts) und der Neustädter Markt (Mitte) werden sich verändern. Vor allem soll die große Straße schmaler werden.
Das Königsufer (unten rechts) und der Neustädter Markt (Mitte) werden sich verändern. Vor allem soll die große Straße schmaler werden. © René Meinig

Es sind zwei besondere Orte im Dresdner Stadtbild. Deshalb hat die Stadt auch besonderen Wert darauf gelegt, wie Königsufer und Neustädter Markt bebaut oder neu gestaltet werden sollen. In einem aufwendigen Wettbewerb wurde im Februar unter Einbeziehung der Dresdner ein Siegerentwurf gekürt. Dieser soll jetzt die Grundlage für die weitere Planung sein. Vorher muss der Stadtrat zustimmen.

Wie geht es jetzt weiter?

Laut Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) soll es schrittweise vorangehen. Bearbeitet werden zunächst die Baufelder südlich der Großen Meißner Straße, also dem eigentlichen Königsufer. Die Eigentümer der Grundstücke waren in den Wettbewerb einbezogen und werden auch jetzt über alle Schritte informiert, so Schmidt-Lamontain. Momentan wird der Bebauungsplan erarbeitet, der dann der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Vorher gibt es Untersuchungen zum Denkmalschutz sowie Natur- und Lärmschutz. Wie lange dies in Anspruch nehmen wird, ist unklar.

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Was ändert sich am Neustädter Markt?

Fakt ist, dass der Neustädter Markt nicht so umgestaltet werden soll wie im Siegerentwurf vorgesehen. Er plante zwei Gebäude an der Stelle, wo jetzt Bäume und Brunnen stehen. Zum einen stünden inzwischen die beiden Brunnen unter Denkmalschutz und könnten nicht verrückt werden, zum anderen habe auch die Jury gesagt, dass der Entwurf an der Stelle vertieft werden müsse, so der Baubürgermeister. Für ihn gebe es derzeit keine Notwendigkeit, den Markt zu bebauen. Stattdessen soll überlegt werden, wie er mit mehr Grün mehr Aufenthaltsqualität bekommt. Die Flächen gehören der Stadt.

Wie soll der Verkehr künftig fließen?

Parallel zu den Neustädter-Markt-Plänen soll die Verkehrsführung von Großer Meißner und Köpckestraße überprüft werden. Die breite mehrspurige Straße mit eigenem Gleisbett zerschneidet die Verbindung zwischen Neustädter Markt und Augustusbrücke regelrecht. Verkehrsanalysen hätten gezeigt, dass eine überbreite Spur pro Richtung ausreicht, sagt Schmidt-Lamontain. Doch allein auf der Köpckestraße sind 27.500 Fahrzeuge unterwegs. Auf Abbiegespuren könne verzichtet werden, da die Augustusbrücke künftig nur noch von Straßenbahnen und Taxis befahren werden kann.

Können Bürger wieder mitreden?

Den Platz, der durch die Reduzierung der Straße entsteht, soll dem Neustädter Markt zugutekommen. Wie er umgestaltet wird, dabei sollen die Dresdner wieder mitreden dürfen. Der Baubürgermeister könnte sich dafür einen Wettbewerb vorstellen oder eine Abstimmung über konkurrierende Entwürfe. „Vorher muss natürlich der Stadtrat einbezogen werden, der auch das Geld für die Aufwertung des Neustädter Marktes im Haushalt bereitstellen muss“, sagt Schmidt-Lamontain. Die Umgestaltung werde auch in zwei Schritten erfolgen, zunächst vor allem mit Pflanzen. Später, wenn mehr Platz zur Verfügung steht, noch einmal. Auch die Vonovia, die viele Häuser am Markt besitzt, plane bereits Aufwertungen der unsanierten Plattenbauten. Einen Zeitplan konnte der Baubürgermeister noch nicht nennen.

Was sagen Stadträte dazu?

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Die Grünen lehnen eine weitere Bebauung des Neustädter Marktes vehement ab. „Wir halten es in Zeiten des Klimawandels für falsch, die vorhanden Platanen zu fällen und den Neustädter Markt als zentralen öffentlichen Platz mit einer dichten Bebauung zu überziehen“, sagt Grünen-Stadtrat Thomas Löser. Das sieht auch die SPD so, die den Durchbruch zur Rähnitzgasse fordert. Sie warnt vor einem Verkehrschaos bei der Straßenreduktion, vorher müsse alles untersucht werden. Die frei werdenden Flächen sollten Radfahrern zugutekommen. Sie sind keine Politiker, haben aber auch eine Meinung: Gesellschaft Historischer Neumarkt und Initiative Stadtbildd befürworten die Bebauung des Marktes.

Mehr Infos unter www.dresden.de/koenigsufer

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