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Meisterschaft für Jung-Reiter

Neschwitz. Auf der Anlage in Holschdubrau finden dieses Jahr zwei Turniere statt. Ausrichter ist der Reit- und Fahrverein.

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Von Kerstin Fiedler

Die gute Organisation beim jährlichen Vereinsturnier des Reit- und Fahrvereins Neschwitz scheint sich auch bis in die Vorstandsebene des Landesverbandes Pferdesport rumgesprochen zu haben. Schließlich ist der langjährige Präsident des Verbandes, Dr. Jochen Markgraf, als Sprecher bei diesen Turnieren dabei. „Es war keine schwere Entscheidung, als wir dann gefragt wurden, ob wir die Sächsischen Meisterschaften der Junioren und jungen Reiter ausrichten wollen“, sagt Vereinschef Frank Lehder. Das war im Oktober, als der Landestrainer ihn auf einem Jugendturnier daraufhin ansprach. Nun finden eben diese sachsenweiten Meisterschaften vom 5. bis 7.September auf der Reitanlage in Holschdubrau statt.

Heimvorteil nutzen

Für die Vereinsmitglieder wird das Jahr 2008 eine Herausforderung. Denn schon im Juni ist das große Vereinsturnier zu organisieren. „Wir wollen ja vom Niveau her nicht nachlassen. Deshalb werden wir auch dieses Jahr wieder ein anspruchsvolles Programm auf die Beine stellen“, sagt Frank Lehder. Während er im Juni wieder rund 450 Pferde erwartet, wird die Zahl im September zwischen 100 und 150 liegen. Schließlich kommen hier nur die besten sächsischen Reiter im Alter von bis zu 21 Jahren. Insgesamt zählt Sachsens Pferdesport rund 3000Reiter in diesen Altersklassen. „Es ist keine Massenveranstaltung, sondern ein qualitativ hochwertiges Turnier“, sagt Frank Lehder. Er ist stolz, dass sein Sohn Rico daran teilnimmt. Immerhin war er 2006 schon einmal der Sieger, voriges Jahr wurde er Dritter. „Mit seinem Heimvorteil ist das Ziel eigentlich klar“, schmunzelt der Vereinschef und Vater Frank Lehder.

Die Planungen für den September laufen bereits. Es wird ein großes Stallzelt geben, damit die Pferde gut unterkommen. Auch um die Quartiere für die Reiter und ihre Helfer kümmert sich der Verein. „Wir sind derzeit mit Pensionen und Hotels in der Gegend im Gespräch. Eine Angebotsliste bekommen die Teilnehmer dann zugeschickt“, sagt Frank Lehder. Auch um die abendliche Unterhaltung muss sich der Verein Gedanken machen. „Schließlich wollen die jungen Leute abends etwas geboten bekommen. Am Freitag planen wir auf jeden Fall einen Empfang. Da werde ich jetzt mit Politikern sprechen, denn schließlich sind Sächsische Meisterschaften auch etwas, womit man Werbung für die Region machen kann“, so Frank Lehder. Deshalb sucht der Verein auch noch Sponsoren.

Doch auch für die Besucher der drei Wettkampftage soll es nicht nur die Wertungen zu sehen geben. „Das Turnier hat allerdings nicht so starken Volksfest-Charakter wie das im Juni. Es gibt also keine klassische Belustigung. Aber anspruchsvolle Schaubilder sind ja auch nicht zu verachten“, findet der Vereinschef. Er weiß, dass er sich bei der Vorbereitung voll auf seine Mitglieder verlassen kann. „Es ist schon ein ganzes Stück Arbeit, innerhalb von drei Monaten zwei Turniere abzusichern“, sagt er.