merken
PLUS

Messerstecher geht 52 Monate in Haft

Das Urteil gegen einen Mann aus Neugersdorf ist rechtskräftig. Er hatte einen anderen Mann lebensgefährlich verletzt.

© Peter Steffen/dpa

Neugersdorf/Zittau. Ein 35-jähriger Mann aus Neugersdorf ist im Dezember 2017 zu einer Haftstrafe von 52 Monaten verurteilt worden. Das Urteil des Görlitzer Landgerichtes ist nun rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten gegen das Urteil keine Rechtsmittel eingelegt, so dass der Richterspruch wirksam ist.

Anzeige
Alles für Ihr erfolgreiches Event

Centrum Babylon empfängt Firmen und Gruppen aus Sachsen im hochwertigen Event – & Konferenzkomplex

Der Neugersdorfer hatte von Beginn an die Tat eingeräumt. Aber er will nicht in Tötungsabsicht gehandelt haben. Für ihn ist der 24. Mai des Vorjahres der schwärzeste Tag in seinem bisherigen Leben, sagte er. Im Gerichtssaal entschuldigte er sich für das Tatgeschehen.

Den Ermittlungen nach hatten er, das spätere Opfer und weitere Beteiligte am 24. Mai 2017 erst vor dem Haus und später in der Wohnung des Täters getrunken. Am späten Abend kam es zum Streit, der in eine Rauferei überging. Der 35-Jährige stach dem Opfer während der Auseinandersetzung mit einem 19 Zentimeter langen Küchenmesser in den Bauch.

Das Opfer erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Mit Hilfe zweier Not-Operationen konnte das Leben des Verletzten gerettet werden. Der Messerstecher befand sich seit dem 25. Mai in Untersuchungshaft. In der Beweisaufnahme wurde auch ein psychiatrisches Gutachten gehört.

Der Sachverständige geht davon aus, dass der Täter seit dem 17. Lebensjahr regelmäßig trinkt und deshalb an Alkohol gewöhnt sei. Wenn überhaupt, dann könne daher nur von einer sehr geringen Beeinträchtigung des Neugersdorfers ausgegangen werden, heißt es im Gutachten des Sachverständigen. Das sei auch aus dem Verhalten nach der Tat erkennbar.

Der Messerstecher ist nun wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden, nicht jedoch wegen versuchtem Totschlags. (SZ/jrs)