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Metall-Tarifrunde beginnt in Sachsen mit Warnstreiks

Die Gewerkschaft demonstriert Stärke: heute in Roßwein und morgen in der Oberlausitz.

Von Michael Rothe

Dresden. Schon kurz nachdem sich Arbeitgeber und IG Metall heute Vormittag zur ersten Tarifrunde für Sachsen treffen, macht die Gewerkschaft mit Warnstreiks ernst. Beim Motorkomponentenbauer Mahle in Roßwein bei Döbeln soll am Nachmittag die Arbeit ebenso vorübergehend ruhen, wie morgen beim Waggonbauer Bombardier in Görlitz und Bautzen.

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„Damit ist der Startschuss für die Oberlausitz gegeben, die anderen Unternehmen werden wir in der nächsten Woche aufrufen“, sagt der IG-Metall-Chef für die Region, Stephan Hennig. Obwohl der Streikplan steht, will die Gewerkschaft keine Adressen und Zeiten nennen – aus taktischen Gründen. Wegen des dort höheren Organisationsgrades werden es wohl wieder Ableger namhafter Konzerne sein. Die Friedenspflicht endete in der vergangenen Nacht.

Die IG Metall fordert bundesweit 5,5 Prozent mehr Entgelt für zwölf Monate, flexible Altersübergänge und einen Anspruch auf Bildungsteilzeit. Die Verhandlungen werden regional geführt – in Sachsen vom Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie und dem IG-Metall-Bezirk. Die Branche hat dort über 175 000 Mitarbeiter. 20 000 davon arbeiten in 60 tarifgebundenen Betrieben. Weitere Firmen orientieren sich an den Abschlüssen. Laut IG Metall profitieren rund 75 Prozent aller Branchenbeschäftigten von den Verträgen. Die größte deutsche Einzelgewerkschaft hat im Freistaat 89  000 Mitglieder.

Sachsens IG Metall geht gestärkt in die Tarifrunde. 2014 konnte sie das fünfte Jahr in Folge mehr Mitglieder zählen. Während die Zahl der Rentner und Arbeitslosen leicht gesunken sei, habe die der Aktiven in den Betrieben – gerade unter Azubis und Jugendlichen – kräftig zugelegt, heißt es. Anderswo laufen die Verhandlungen auf Hochtouren. Im Südwesten hatten die Arbeitgeber 2,2 Prozent mehr Lohn angeboten, die Gewerkschaft hatten umgehend abgelehnt. In der Regel gibt es einen Pilotabschluss, den alle Bezirke übernehmen.

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