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Multikon-Erfinder will Wohnungen bauen

Eine Fusion, ein Umzug, ein Generationswechsel und nun auch noch Wohnungsbau: Ein Großenhainer Unternehmen sorgt für Furore.

Generationswechsel: André Freudemann (links) hat die Geschäfte und Gesellschafteranteile seines Vaters Konrad in der Metalltechnik Großenhainer Maschinenbau GmbH übernommen. Das Unternehmen hat große Pläne.
Generationswechsel: André Freudemann (links) hat die Geschäfte und Gesellschafteranteile seines Vaters Konrad in der Metalltechnik Großenhainer Maschinenbau GmbH übernommen. Das Unternehmen hat große Pläne. © Kristin Richter

Großenhain. Konrad Freudemann ist hierzulande eine Größe. Für Furore hat der jetzt 70-Jährige insbesondere mit seinen Rasenmähern-Innovationen von Multikon gesorgt. Das soll auch so bleiben, denn Freudemann bastelt augenblicklich schon wieder an einer modifizierten Variante.

Doch auch als Geschäftsführer der Metalltechnik Großenhainer Maschinenbau GmbH macht er jetzt neuerlich von sich reden. Genaugenommen ist er allerdings inzwischen Chef a. D. Denn das Unternehmen, das aus der Götz Lamm & Co. OHG sowie der GMB Großenhainer Maschinenbau GmbH hervorgegangen ist, hat jetzt den Generationswechsel vollzogen. 

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Konrad Freudemanns Sohn André hat die Regie neben Co-Geschäftsführer Götz Lamm übernommen. Seit 20 Jahren ist er im Unternehmen seines Vaters tätig, kennt die Abläufe in dem klassischen Maschinenbaubetrieb. Und der 45-Jährige steht gemeinsam mit der etwa 70-köpfigen Belegschaft vor großen Herausforderungen. "Wir sind mitten im Umzug", sagt André Freudemann und zeigt gemeinsam mit Vater Konrad stolz die beinahe komplett sanierte frühere Textima-Halle. Hier hat sich das fusionierte Unternehmen niedergelassen, was logistisch natürlich einen großen Aufwand bedeutet. Deshalb hat der Umzug auch etwas länger als geplant in Anspruch genommen. "Aber es ist jetzt ein Ende absehbar", sagt André Freudemann und lächelt. Künftig sollen "An der Textimabrücke 3" - so die Geschäftsadresse - die Kompetenzfelder spanende Lohnfertigung, Sondermaschinenbau, Beschichtungstechnik und Forschung/Entwicklung abgedeckt werden.

Die bisherige Produktionsstätte "An der Elmobrücke" soll zu einem attraktiven Wohnstandort mit elf Eigentumswohnungen umgestaltet werden.
Die bisherige Produktionsstätte "An der Elmobrücke" soll zu einem attraktiven Wohnstandort mit elf Eigentumswohnungen umgestaltet werden. © Kristin Richter

Auf 10.000 Quadratmetern Produktions- und Logistikfläche sichern täglich erfahrene Ingenieure, Techniker, Meister und Facharbeiter an 12 CNC-Drehmaschinen, an 17 Bearbeitungszentren, an CNC-Fräsmaschinen, Erosiv- und Schleifmaschinen, Bohrwerken und Schweißanlagen die qualitäts- und termingerechte Auftragserfüllung. Das flexible Reagieren auf Kundenwünsche, kürzeste Fertigungszeiten von Teilen und Baugruppen mittels schneller Produktionsumstellungen und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis machen die Offerte der Metalltechnik Großenhain für Kunden von der Industrie bis zum Mittelstand attraktiv. In die Textima-Halle ist in den vergangenen Monaten extrem investiert worden. "Die Firmenzusammenlegung und der Umzug bringen uns eine Menge Vorteile", sagt André Freudemann. "Wir haben alles an einem Standort." Hinzu komme, dass das unmittelbare Umfeld der bisherigen Produktionsstätte profitiert. Denn ein Metalltechnikbetrieb im Drei-Schicht-System (außer am Wochenende) sorgt nun einmal auch für einen gewissen Geräuschpegel.

Was zugleich die Frage aufwirft, was aus dem bisherigen Firmenareal "An der Elmobrücke" wird. Konrad Freudemann zieht ein erstes Exposé aus den Unterlagen. "Eigentumswohnungen an der Röder" ist es überschrieben. Und tatsächlich schwebt der Geschäftsführung vor, hier elf Wohneinheiten in bester Lage zu schaffen. Geplant sind auf zwei Etagen Vier- und Fünf-Raumwohnungen mit einer Fläche zwischen knapp 140 und 160 Quadratmetern. Die Überlegung kam recht spontan, so Konrad Freudemann. Denn im jetzigen Zustand wäre das Gebäude wohl nur sehr schwer zu verkaufen. Die Idee, Platz für betreutes Wohnen zu schaffen, wurde nach reiflicher Überlegung verworfen. Doch die Lage an sich ist natürlich für einen Wohnstandort attraktiv. "Vor allem auch für junge Leute", ergänzt Konrad Freudemann. Der nahe Stadtpark, der kurze Weg ins Großenhainer Zentrum, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Straßen sowie wichtige Einrichtungen seien Argumente. Dazu die Lage direkt an der Röder, die auf den geplanten Balkons und Terrassen entspannte Momente verspricht.

Auf welche Resonanz die Wohnungspläne stoßen, darauf sind die "Metaller" nun selbst ein bisschen gespannt. "Wir haben damit überhaupt keine Erfahrungen", macht Konrad Freudemann klar.  Eine Bauvoranfrage wurde jedenfalls im Rathaus bereits gestellt, demnächst soll der konkrete Bauantrag eingereicht werden. Parallel dazu können sich potenzielle Interessenten für eine der Wohnungen schon jetzt melden.

Kontakt: 0151 1883 4438, [email protected]

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