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Mieter pochen auf Sanierung

Bewohner der Remscheider Straße 17 klagen immer noch über Schmutz. Dabei hat die WGP schon Hand angelegt.

Das Treppenhaus in der Remscheider Straße 17 ist in die Jahre gekommen.
Das Treppenhaus in der Remscheider Straße 17 ist in die Jahre gekommen. © Norbert Millauer

Rüdiger Schuster ist sauer. „Außer der Beräumung im Keller ist nichts passiert“, schimpft der Pirnaer, der seit 1984 in der Remscheider Straße 17 wohnt. Dabei hatte er sich zusammen mit anderen Nachbarn bereits mehrfach bei der Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP), dem Vermieter, über den Zustand des Hauses beschwert. Viele sind unzufrieden und klagen über Mängel in dem Objekt.

Davon gibt es, so Schuster, mehrere. Gleich am Hauseingang sind einige Fugen zwischen den Treppenstufen defekt. „So besteht auch Unfallgefahr“, sagt Schuster. Dasselbe gilt für das Treppenhaus, wo an einigen Stufen das Schutzprofil an der Kante abgegangen ist. Was die Mieter aber auch stört, sind die Verschmutzungen an der Wand im Innenbereich. Besonders extrem sei es im Erdgeschoss.

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Vom EG zweigt ein Fahrradabstellraum ab. „Er ist quasi nicht nutzbar, weil er schmutzig ist“, erklärt Schuster und zeigt auf einen Wasserfleck an der Decke. Auch der Boden, vermutlich aus DDR-Zeit, sieht nicht sonderlich appetitlich aus. Außerdem schauen die Mieter bei starkem Wind immer bange auf ihren Müllcontainer am Standplatz vor dem Haus. Seit November 2018 fehlt die Abdeckung einer blauen Tonne. „Bei Sturm weht hier alles herum. Es ist doch Sache des Vermieters, da Abhilfe zu schaffen“, meint der Pirnaer.

Schon oft habe er Gespräche mit der Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP), dem Vermieter, geführt. „Wir sind immer wieder vertröstet worden. Erst hieß es, die Ausbesserungsarbeiten sollen im Herbst 2018 stattfinden. Dann wurde alles auf das erste Quartal 2019 verschoben. Und jetzt heißt es, dass voraussichtlich einige Arbeiten im 2. Quartal gemacht werden sollen.“

Aber bis auf die besagte Beräumung des Sperrmülls im Keller sei nichts passiert. „Wir wollen keinen Krieg mit der WGP, aber mit unseren Nöten und Sorgen ernst genommen werden“, betont Schuster.

Das will auch die WGP. Denn die Wohnungsgesellschaft hatte bereits eine Firma mit der malermäßigen Instandsetzung der Eingangsbereiche Remscheider Straße 16 und 17 beauftragt. „Aber das Unternehmen hat uns sitzenlassen“, erklärt Lothar Hentzschel, Leiter Grundstücksverwaltung der WGP. Deshalb wurde eine andere Firma mit den Maßnahmen beauftragt. „Man hat uns zugesichert, dass die Instandsetzung sowie die Reparaturen der Treppenstufen Ende Juli erfolgen sollen“, sagt der WGP-Mitarbeiter.

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