merken
PLUS

Migrations-Training im Freizeithof

Der Jugendfreizeithof ist wieder Gastgeber für ein internationales Training. Das Motto: Wie gehen wir mit Migranten um?

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Franz Werfel

Grillenburg. In zwei Wochen ist es wieder so weit: Dann kommen junge Leute aus vier Nationen in Grillenburg zusammen, um über die Herausforderungen der Zeit zu diskutieren. Die Herausforderung, die das tägliche Leben in Ungarn, Italien, Frankreich und Deutschland derzeit am meisten bestimmt, sind die Flüchtlinge, die in großer Zahl in Europa Schutz suchen.

TOP Deals
TOP Deals
TOP Deals

Die besten Angebote und Rabatte von Händlern aus unserer Region – ganz egal ob Möbel, Technik oder Sportbedarf – schnell sein und sparen!

„Wir freuen uns, dass bei uns auf dem Jugendfreizeithof in Grillenburg wieder das internationale Jugendtraining stattfindet“, sagt Christine Schröder. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Chance 93, der Träger des Jugendfreizeithofes ist. Der Verein gibt jungen Leuten, die sich haupt- oder ehrenamtlich engagieren, die Möglichkeit, diese internationale Trainingswoche durchzuführen. Sie findet vom 14. bis zum 18. Februar statt, wird von der Europäischen Union gefördert und steht unter dem Motto „Feeling home everywhere – sich überall zu Hause fühlen.“

Organisiert wird die Woche von Ehrenamtlichen aus der Region. Sie wollen mit ihren europäischen Freunden darüber professionell ins Gespräch kommen, wie sich die Jugendarbeit verändert, wenn zunehmend jugendliche Migranten an Bildungsprojekten, Workshops und Jugendfreizeiten teilnehmen. „Eine wichtige Frage, die immer wieder aufkommt, ist die nach der Identität“, sagt Christine Schröder. Bei Länderabenden erkunden die Teilnehmer der verschiedenen Nationen, was zum Kern der Identität gehört. Das war im vergangenen Jahr besonders für die französischen Teilnehmer eine Herausforderung. „Viele der Franzosen haben einen algerischen Hintergrund. Die können mit der französischen Leitkultur nicht viel anfangen“, so Schröder.

Darüber mit deutschen Jugendarbeitern ins Gespräch zu kommen sei reizvoll. Zumal sich Grillenburg durch die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im vergangenen Jahr verändert hat. „Wir versuchen nach Kräften, uns auch für die Flüchtlinge zu engagieren“, so Schröder. Regelmäßige Begegnungen gab es in den vergangenen Monaten. Vor allem für Kinder setzten sich die Sozialarbeiter des Freizeithofes ein. „Wer an einem friedlichen Zusammenleben wirklich Interesse hat, der darf sich vor dem Fremden keinesfalls verschließen“, so Schröder. Ihre Arbeit werde aber dadurch erschwert, dass die meisten Flüchtlinge nur kurz in Grillenburg sind. Danach geht ihre Reise weiter.

Interessenten aus der Region können sich für das internationale Training noch anmelden: Telefon 035202 50520.