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Militärjets bei Manöver über Mittelsachsen

Mehrere Kampfflugzeuge haben am Donnerstag in der Region Döbeln für große Verunsicherung gesorgt. Was die Bundeswehr geübt hat.

Mehrere Militärflugzeuge waren am Donnerstag über Mittelsachsen zu sehen. Doch was haben sie gemacht?
Mehrere Militärflugzeuge waren am Donnerstag über Mittelsachsen zu sehen. Doch was haben sie gemacht? © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Mehrere Militärjets der Bundeswehr sind am Donnerstag über die Leisnig, Hartha und Waldheim geflogen. Der Fluglärm verunsicherte in der Region Döbeln viele Bewohner. Einige schauten dem Manöver jedoch auch von der Burg Mildenstein zu. 

Wie ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf Anfrage von Sächsische.de berichtet, handelte es sich bei dem Flugmanöver um eine Übung der Bundeswehr. "In besagtem Luftraum befanden sich zur genannter Zeit sechs Eurofighter und ein Transportflugzeug."

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Dieses diente in dem Zug als Tankflugzeug und flog in einer Höhe von etwa 3.350 Metern. Laut dem Sprecher wurde die Übung über der Region durchgeführt, um die Betankung der Eurofighter in der Luft zu trainieren. Dafür sei der Luftraum auch extra gesperrt worden. 

Die Sperrungen - "Temporary Reserved Airspace - TRA" (Zeitweilig reservierte Lufträume) - sind für verschiedene Übungsflüge, insbesondere von Militärjets,  laut dem Sprecher der Bundeswehr unerlässlich. "Bestimmte Lufträume müssen für den Zeitraum dieses Trainings von Verkehrsflugzeugen komplett freigehalten werden." Nur unter dieser Voraussetzung könnten diese Übungen effektiv und vor allem sicher durchgeführt werden, da sie in der Regel viel Platz erfordern. 

Zu diesem Zweck sind in Deutschland spezielle Lufträume eingerichtet, die bei Bedarf für einen bestimmten Zeitraum aktiviert beziehungsweise für den militärischen Flugbetrieb reserviert werden. Während der Aktivierungszeit dürfen sich nur noch dafür freigegebene Luftfahrzeuge in diesem Luftraum aufhalten. 

"Während der Nutzung der TRA ist der zuständige Fluglotse dafür verantwortlich, dass die dort geltenden Bestimmungen eingehalten werden. Nach Beendigung der jeweiligen Übung und dem Ausfliegen der angemeldeten Luftfahrzeuge wird die TRA entweder deaktiviert oder dem nächsten Nutzer zugeteilt", erklärt der Sprecher.

Militärische Flugzeuge über Leisnig: Beobachtungen von der Burg Mildenstein
Militärische Flugzeuge über Leisnig: Beobachtungen von der Burg Mildenstein © Dietmar Thomas

Nicht die erste Übung der Bundeswehr

Bereits im Januar flogen vier Kampfflugzeuge der Bundeswehr, zwei vom Typ Eurofighter und zwei vom Typ Tornado, über Mittelsachsen. Diese waren im Rahmen des Routinetrainingsflugbetriebs innerhalb des sogenannten zeitweilig reservierten Luftraums über Sachsen unterwegs. Auch diese waren in einer Höhe von 11.000 Fuß, also etwa 3.353 Meter.

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