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Millionen für Kitas und Grundschulen

Rund 3,2 Millionen Euro erhält der Kreis Mittelsachsen für den Ausbau von Kita-Plätzen. Die Summe für die Ganztagsangebote ist noch unklar.

Symbolbild: Kreisweit betrachtet verfügt Mittelsachsen über genügend Kita-Plätze. Doch in einigen Kommunen gibt es Versorgungslücken, in anderen ein Überangebot.
Symbolbild: Kreisweit betrachtet verfügt Mittelsachsen über genügend Kita-Plätze. Doch in einigen Kommunen gibt es Versorgungslücken, in anderen ein Überangebot. ©  dpa

Mittelsachsen. Der Landkreis bekommt Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung in Mittelsachsen. Diese gute Nachricht verkündete am Montag Heidi Richter, Leiterin der Abteilung Jugend und Familie am Landratsamt.

Rund 3,2 Millionen Euro erwartet die Verwaltung für den Ausbau von Kita-Plätzen für Unter-Sechsjährige. Das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie. Der Entwurf der Förderrichtlinie sehe vor, dass bei den einzelnen Projekten, die von dem Geld finanziert werden sollen, Fördersätze von bis zu 90 Prozent möglich sind. 

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„Kommunale Mittel sollen nicht einfließen“, so Heidi Richter. Voraussichtlich bis zum 31. Dezember soll die Anmeldung von Projekten möglich sein. „Es sollen auch Maßnahmen gefördert werden, mit denen bereits 2020 begonnen worden ist“, sagt Richter.

„Mit dem neuen Kita-Investitionsprogramm sollen dem Richtlinien-Entwurf nach Neu-, Um- und Erweiterungsbauten, Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen sowie Ausstattungsinvestitionen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen gefördert werden, soweit diese der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze für Kinder von null Jahren bis zum Schuleinritt dienen“, ergänzte Kreissprecher André Kaiser. 

Zusätzliche Betreuungsplätze seien Plätze, die entweder neu entstehen oder solche ersetzen, die ohne Erhaltungsmaßnahmen wegfallen würden. 

In Sachen Kita-Plätze für Kinder bis sechs Jahre ist der Landkreis nach Kita-Bedarfs-Plan 2020 bis 2022 gut ausgestattet. „Für Kinder im Alter von unter drei Jahren und von drei bis sechseinhalb Jahren ist ein bedarfsgerechtes Angebot an Plätzen in Kindertageseinrichtungen und bei Kindertagespflegepersonen vorhanden“, so Kaiser. 

Allerdings gebe es bei einigen Kommunen Nachholbedarf, während andere mehr Plätze vorhalten, als Bedarf besteht.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Zudem erwartet das Landratsamt einen Zuschuss für den Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Bisher gibt es darauf noch keinen Rechtsanspruch. 

Da für Grundschüler der Unterricht oftmals zur Mittagszeit endet, stellt das manche Eltern vor eine Herausforderung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Daher haben sich die Regierungsparteien darauf geeinigt, bis 2025 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschuldkinder auf den Weg zu bringen.

Bundesweit seien dafür rund 1,5 Milliarden Euro vorgesehen, berichtete Heidi Richter. Der Freistaat Sachsen erwarte eine Summe von 37,4 Millionen Euro. Nach welchem Schlüssel das Geld in Sachsen verteilt werde, stehe jedoch noch nicht fest. 

Somit sei auch die Summe derzeit noch unklar, die Mittelsachsen erhalten werden. Offen sei zudem, in welchem Gesetz der neue Rechtsanspruchs verankert werden solle. Ab 2021 soll mit der Umsetzung des Programmes begonnen werden.

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