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„Mir wird das nicht langweilig“

Natalie Geisenberger rodelt in diesem Winter in einer eigenen Liga: sechs Starts, sechs Siege.

© dpa

Von Thomas Weitkamp

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Der nächste Weltcup-Sieg in Winterberg war erst wenige Minuten alt, da musste Natalie Geisenberger etwas klarstellen. „Mir wird das nicht langweilig, nein“, sagte die Rodel-Olympiasiegerin lachend, angesprochen auf ihre Dominanz: „Zuletzt war es doch manchmal sehr eng.“

Drei Wochen vor der WM gewann die 27-Jährige auch im Sauerland souverän, die Bayerin rundete damit den nächsten Triumphzug der deutschen Rodler ab: Am Vortag hatten bereits Olympiasieger Felix Loch bei den Männern und die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken Siege gefeiert – und alle gemeinsam siegten souverän in der Teamstaffel.

Mit Blick auf die WM im lettischen Sigulda (14./15. Februar) sorgten aber erneut vor allem die deutschen Frauen für verstärkte Resignation bei der internationalen Konkurrenz. Dajana Eitberger (Ilmenau) und Anke Wischnewski (Oberwiesenthal) holten hinter Geisenberger (Miesbach) die Plätze zwei und drei, das zweite rein deutsche Siegerpodest in Folge war damit perfekt. Es wäre wohl ein Vierfach-Sieg geworden, doch Tatjana Hüfner (Friedrichroda) verzichtete nach einem Sturz im ersten Lauf und einer leichten Verletzung am Finger auf den Start im zweiten Durchgang.

Für Geisenberger war es der sechste Einzel-Sieg im sechsten Weltcup-Lauf der Saison. Auch Loch hat nach seinem Leistungstief im Dezember längst zu seiner alten Dominanz zurückgefunden. Für den 25-Jährigen war der Erfolg der dritte Sieg seit dem Jahreswechsel, und das auf einer Bahn, die bislang überhaupt nicht zu seinen Favoriten gehörte.

„Vielleicht wird es ja doch noch mal eine Liebe“, sagte Loch grinsend: „Ich fahre lieber auf Strecken, auf denen Action ist, wo man viel lenken muss. Hier in Winterberg lässt man den Schlitten eher fahren. Aber so langsam kriege ich das auch hin.“ Das wirkte wie Understatement.

Bundestrainer Norbert Loch nominierte in Winterberg auch sein WM-Aufgebot. Bei den Männern fahren neben Loch Andi Langenhan, Julian von Schleinitz und Johannes Ludwig nach Lettland. Geisenberger wird wie erwartet von Hüfner, Eitberger und Wischnewski begleitet. Bei den Doppelsitzern schickt Loch lediglich Eggert/Benecken und Tobias Wendl/Tobias Arlt ins Rennen. (sid)

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