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Mit 150 Mitgliedern der größte Verein im Dorf

Steinigtwolmsdorf feiert125 Jahre Sport im Dorf und das 59. Badfest.

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Von Ingolf Reinsch

Der Sportverein gehört dazu, sagt Volkmar Glatte. „So ist es Tradition. Schon die Kinder wachsen in den Verein rein“, sagt der Steinigtwolmsdorfer, der in der Sportgemeinschaft (SG) Tischtennis spielt.

Mit ihren rund 150 Mitgliedern ist die SG Steinigtwolmsdorf der größte eingetragene Verein im Ort. Einer Verantwortung, der man sich bewusst sei, wie SG-Vorsitzender Gerd Pradel betont. Der Verein biete Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, er setze auf Breite auch mit neuen Angeboten wie der von einer Physiotherapeutin betreuten Rückenschule und trage bei, dass die Vereine aus dem Ort und der Umgebung einander näher kommen. Zum Beispiel durch die Fußballtage und Schwimm- und Volleyball-Wettkämpfe, die auch Teilnehmern offen stehen, die nicht jede Woche Sport treiben, sowie durch das jährliche Badfest, das an diesem Wochenende zum 59. Mal stattfindet.

Dass die Sportgemeinschaft das Badfest ausrichtet, hat eine Ursache in der Steinigtwolmsdorfer Sportgeschichte, die mit der Gründung des Turnvereins 1880 begann. Rund drei Jahrzehnte später trug der 1908 gegründete Naturheilverein maßgeblich dazu bei, dass 1912 ein Freibad im Dorf eröffnet werden konnte. Nach dem 125. Sport-Jubiläum in diesem Jahr habe man auch schon das 60. Badfest im nächsten Jahr im Blick. Die Erlöse der Badfeste helfen, die Freizeitangebote der Sportgemeinschaft zu finanzieren.

Die jüngsten Vereinsmitglieder sind sechs Jahre, die ältesten um die 70. Seitdem die Mittelschule geschlossen wurde, drücken den Verein Nachwuchssorgen. Vor wenigen Jahren gab es noch fünf Nachwuchsmannschaften, sagt der Sektionsleiter Fußball, Lutz Thomas. Jetzt trainiert die Sportgemeinschaft einige Jungen im Grundschulalter – in der Hoffnung, in ein, zwei Jahren wieder eine E-Jugend-Mannschaft aufstellen zu können. Die zwei Männer-Mannschaften spielen in der 2. Kreisklasse, die Frauen ab der neuen Saison im Landkreis Sächsische Schweiz. Die Leistungen für die Bezirksliga hätten sie auch weiterhin gebracht, sagt Lutz Thomas. Nur, dafür müsste die Sektion mit mindestens 15 Spielerinnen planen; zurzeit gehören aber nur sieben zum Team.

Mit der vor wenigen Jahren sanierten Sporthalle, die die SG an allen Wochentagen nutzt, und dem Sportplatz hat der Verein gute Bedingungen. Außer Fußball werden auch Tischtennis und Volleyball gespielt. Hinzu kommt die Sektion Turnen/Gymnastik.