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Mit 70 Jahren steht Wilfried Sauer noch im Tor

Seit über 40 Jahren leitet der gelernte Bäcker die SG Bahnhof Schlauroth. Aber auch andernorts macht er sich für den Sport nützlich.

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Von Christine Marakanow

Unlängst feierte Wilfried Sauer seinen 70. Geburtstag. Klar, dass ihm etliche Görlitzer Sportfreunde gratulierten. „Mädchen für alles“ ist er als Vorsitzender der Sportgemeinschaft Bahnhof Schlauroth in seinem Verein und anderswo im lokalen Fußball. Wenn ein Schiedsrichter gebraucht wird, ist er zur Stelle. Auch beim Görlitzer Europa-Marathon hilft er an der Strecke.

Mit dem Sport würde er erst aufhören, wenn er das „aus gesundheitlichen Gründen muss“, bekennt der Fußballfan. Seit er zwei künstliche Kniegelenke hat, kickt er jedoch nicht mehr bei den Alten Herren seiner Sportgemeinschaft, sondern steht im Tor, „weil es immer noch Laune macht“.

Von Kindesbeinen an hat er Sport getrieben. Sein Vater hat ihn zuerst mit Schach getriezt. Er habe oft mit ihm Schach gespielt, erzählt Wilfried Sauer. „Bevor ich nicht eine Partie gewonnen hatte, durfte ich nicht ins Bett gehen.“ Später meldete ihn der Vater in der Sektion Fußball von Motor Görlitz an. Seitdem sei er nicht mehr vom Kicken losgekommen.

Bei Motor, Turbine, Volltuch, Stadtreinigung und Bilderglas hat Wilfried Sauer gespielt. Er war Mitbegründer der Sportgemeinschaft Bahnhof Schlauroth, wurde Vereinsvorsitzender und Sektionsleiter der Freizeitfußballer. Als Schiedsrichter hat er zig Spiele geleitet oder an der Linie assistiert. Er war bei Post Görlitz aktiv, betreute Mannschaften und organisierte Turniere. Hauptsächlich kümmert er sich um die Kicker seiner AG. „Ihm fehlt einfach Sitzfleisch“, sagt seine Frau Ingeborg, die auch sportlich sehr aktiv ist.