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Mit Ansteckern zu den Olympischen Spielen

Daniela Maiwald reist im Januar nach Sotschi. Dort betreut sie ein Team – und will Pins aus aller Welt tauschen.

© Pawel Sosnowski/80studio.net

Von Ingo Kramer

Um den Wintersport dreht sich vieles im Leben von Daniela Maiwald. Schon als Kind hat die heute 33-jährige Görlitzerin mit ihrem Vater Skisprung-Wettkämpfe im Fernsehen verfolgt. Später hat sie angefangen, selbst zu Wettkämpfen zu reisen. „Und seit 2009 betreue ich deutsche und tschechische Skispringer bei Wettbewerben und übersetze dort auch“, sagt die junge Frau.

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Nachdem sie 2011 bei europäischen Juniorenwettbewerben das deutsche und 2012 das tschechische Team betreut hat, steht 2014 der bisherige Höhepunkt ihrer Fanlaufbahn an: Daniela Maiwald reist vom 26. Januar bis 25. Februar zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi. Zum Glück muss sie dafür bei keinem Arbeitgeber Urlaub beantragen: Die studierte Informatikerin und gelernte grafische Assistentin hat sich 2010 selbstständig gemacht – mit Internetseiten- und Flyergestaltung, Übersetzungen und Fotografie.

In Sotschi aber wird sie als Team-Assistentin Sportler betreuen. Sie hofft auf das tschechische Team, denn sie lernt seit vier Jahren die Sprache. „Unter 180 000 Bewerbern wurden nur 26 000 genommen, darunter ganze 1 800 Nicht-Russen“, sagt Daniela Maiwald. Für sie dürfte neben ihren Sprachkenntnissen in Deutsch, Tschechisch und Englisch auch die Erfahrung gesprochen haben, die sie bei den anderen Wettbewerben gesammelt hat.

Und noch etwas hat sie dort gesammelt: Anstecker von Städten, Ländern, vor allem aber von sportlichen Wettkämpfen. „Bei Olympischen Spielen ist es gang und gäbe, solche Anstecker zu tauschen“, sagt Daniela Maiwald. Das sei ein guter Weg, mit Anderen in Kontakt zu kommen. Insgesamt hat sie schon über 20 solcher Anstecker. Der älteste stammt von 1996. Jetzt sucht Daniela Maiwald weitere Anstecker, die sie dann vor Ort in Sotschi gegen solche aus anderen Ländern tauschen kann. „Gestern habe ich Antwort von der Stadt Görlitz bekommen“, freut sie sich: „Ich kann vorbeikommen und mir Anstecker abholen.“ Doch sie hofft auch auf Spenden aus der Bevölkerung. Alles, was irgendwie mit Sport, Olympia und Flaggen zu tun hat, nimmt sie besonders gern entgegen. Auch Anstecker von Städten und Ländern sind ein beliebtes Tauschgut. Firmenwerbung hingegen ist tabu: „So etwas ist nicht zugelassen.“

Wer Anstecker für Daniela Maiwald hat, kann sie unter Telefon 03581 4391619 erreichen.

www.zieh-und-hopp.de