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Mit bis zu Tempo 199: Polizei verfolgt Audi

Mit zwei Kindern im Auto wollte ein Rumburker flüchten - bis er mit dem Wagen im Schlamm stecken blieb. Für seine Flucht gab's wohl zwei Gründe.

Von Thomas Christmann
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Ein Screenshot aus dem Video der Bordkamera der Polizei zeigt, wie schnell diese (rot umrandet) unterwegs war.
Ein Screenshot aus dem Video der Bordkamera der Polizei zeigt, wie schnell diese (rot umrandet) unterwegs war. © SZ

Die Polizei hat sich am Sonntag kurz vor Mitternacht in der Region Liberec (Reichenberg) eine Verfolgungsjagd mit dem Fahrer eines Audi A5 geliefert. Das teilt das Nachrichtenportal idnes.cz mit. Der fuhr in Svor (Röhrsdorf) mit hoher Geschwindigkeit an den Beamten vorbei - mit ihm im Auto: Ein Junge und ein Mädchen. Irritiert von der Eile beschlossen die Polizisten ihn zu kontrollieren. Mit Ton- und Lichtsignalen und dem Wort "Stop Police" konnten die Beamten das Auto sogar einholen. "Der Fahrer hielt an, aber bevor sie ihn erreichen konnten, gab er wieder Gas", berichtet Polizeisprecherin Ivana Balakova.

Die Streife folgte ihm auf der Staatsstraße 13 in Richtung Liberec. Die Verfolgungsjagd war mit einem hohen Tempo verbunden. Die Kameraaufnahme an Bord des Polizeiwagens zeigt, dass die Beamten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 199 Kilometern pro Stunde unterwegs waren - der Audi vorneweg. In Jablonne v Podjestedi (Deutsch Gabel) bog der A5 in Richtung Heřmanice v Podještědí (Hermsdorf) ab.

"Auf der Straße verlor der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über den Audi und fuhr auf ein Feld, wo er im durchnässten Schlamm stecken blieb", berichtet die Polizeisprechern. Auch der Allradantrieb half ihm da nicht mehr weiter.

Die Polizei konnte den Mann festnehmen: Ein 22-jähriger Mann aus Rumburk (Rumburg). "Eine Überprüfung ergab, dass die Stadt ihm das Fahren bis April dieses Jahres verboten hat", so Ivana Balakova. Darüber hinaus schlug ein Drogentest positiv auf Amphetamine an. Wie viel von dieser Substanz in ihm war, wird das Ergebnis seiner Blutprobe zeigen.

Damit hat sich der Fahrer strafbar gemacht, mindestens wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. "Das Ergebnis seiner Blutuntersuchung wird entscheiden, ob das Verfahren wegen Fahrens unter Einfluss von Drogen ausgeweitet wird", erklärt die Polizeisprecherin.

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