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Mit blauem Auge davongekommen

über die Rettung der Dresdner Eislöwen

Berthold Neumann

Stundungen, Rangrücktritte, Rückzahlungsaufschub – betriebswirtschaftliche Begriffe, die Veronika Petzold, die frühere Geschäftsführerin, im Zusammenhang mit den Dresdner Eislöwen eigentlich nicht mehr hören wollte. Bloß: Seit Jahren schaut der Verein in den finanziellen Abgrund und wird zum regelmäßigen Bittsteller bei der Kommune.

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Nun hat die Stadt den Eishockey-Standort Dresden gerettet. Wieder einmal. Die Eislöwen sind dabei mit einem dicken blauen Auge davongekommen.

Doch den 16. April 2014 sollten sich die Eislöwen als ständige Mahnung dick einrahmen. Diesmal könnte es der letzte Warnschuss gewesen sein, den niemand leichtfertig abtun sollte: Die Eislöwen müssen um neues Vertrauen werben. Auf Dauer kann keinem Steuerzahler mehr zugemutet werden, dass die Eislöwen seit Jahren Altschulden vor sich hertragen. Und sportlicher Erfolg, den es in den zurückliegenden Jahren zweifelsohne gab, darf nicht an wirtschaftlichen Zwängen vorbei produziert werden.

Bis zur Entscheidung hatten sie ausgeharrt, die Fans der Eislöwen. Sie sind die wahren Gewinner des Votums pro Eishockey. In der Arena gehen nicht die Lichter aus. Statt der bis zuletzt drohenden Liquidation kann weiter in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands gespielt werden. Gut so.