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Mit Brennscheren ins Guinnessbuch

Ulrich Lück vom Frisörmuseum will einen Rekord aufstellen. Dafür bittet er jetzt die Leute, auf ihren Dachboden zu steigen.

Von Carina Brestrich

Mit einem Mal auf 580 Frauenköpfen die Locken reindrehen und gleichzeitig 330 Männern die Nackenhaare trimmen – im Friseurmuseum in Kottmarsdorf wäre das kein Problem. Zumindest hat Ulrich Lück genügend Handwerkszeug für eine solche Massenabfertigung parat: Schließlich hat der Museumsbegründer in den vergangenen Jahren fast 600 alte Brennscheren und 300 ausgediente Haarschneidemaschinen gesammelt. Sie sollen ihm nun zu einem Rekord verhelfen.

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Ulrich Lück will es jetzt nämlich wissen: Der Sammler von Friseurutensilien möchte mit den antiken Stücken ins bekannte Guinnessbuch der Rekorde. Allerhand von den beiden Geräten hat er zwar bereits zusammen. Doch um tatsächlich der Mann mit den meisten von ihnen zu werden, sollen es noch mehr werden, sagt Lück. „Ich würde mich deshalb freuen, wenn die Leute, die noch alte Brennscheren oder Haarschneidemaschinen haben, sie bei mir abgeben.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand immerhin eine alte Brennschere zu Hause hat, ist sogar nicht mal gering. „Sie könnte noch auf so manchem Dachboden zu finden sein“, sagt Lück. Der Vorgänger des elektrischen Lockenstabs kam Ende des 19. Jahrhunderts auf und war bis in die 1950er-Jahre in den Haushalten weit verbreitet. „Sie wurde auf den Herd oder in den Ofen gelegt und dann ins Haar gesteckt“, erklärt Ulrich Lück.

Bei der Guinness-Zentrale in London angemeldet hat er seinen Rekord bisher noch nicht. Denn Lück will nun erst mal weitersammeln und herausfinden, ob er tatsächlich die meisten Brennscheren und Haarschneidemaschinen in seinem Besitz hat. „Denn es gibt ja viele, die so verrückt sind wie ich“, sagt Ulrich Lück.

Lück muss es wissen. Schließlich hat er es nicht nur auf die Lockenscheren und antike Haartrimmer abgesehen. Auch Rasiermesser und andere Werkzeuge rund ums Haar findet er auf Flohmärkten, ersteigert er über das Internet oder bekommt er geschenkt. So sind auch etwa 6 000 Rasierklingen in den vergangenen 13 Jahren in seinen Besitz gekommen. Ein Teil davon wird ab kommendem Wochenende in einer neuen Ausstellung im Frisörmuseum zu sehen sein.

Das Frisörmuseum hat geöffnet: Dienstag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr (nur nach Vereinbarung), Samstag und Sonntag, 13 bis 16 Uhr. Kontakt: 03586 702691