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Mit dem Aufzug zu Old Shatterhand

Die Bauvoranfrage ist bei der Stadt Radebeul eingereicht. Ein neues Besucherzentrum soll entstehen, die Villa Bärenfett saniert werden, ebenfalls die Villa Shatterhand, die zudem einen Fahrstuhl bekommen wird.

Von Peter Redlich

Die Bauvoranfrage ist bei der Stadt Radebeul eingereicht. Ein neues Besucherzentrum soll entstehen, die Villa Bärenfett saniert werden, ebenfalls die Villa Shatterhand, die zudem einen Fahrstuhl bekommen wird. Plan 2020 nennen das Claudia Kaulfuß und René Wagner, die beiden Geschäftsführer des Karl-May-Museums. Und so will das Museumsmanagement gemeinsam mit dem Träger des Museums, der Karl-May-Stiftung, den Plan verwirklichen.

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Das neue Besucherzentrum soll an

die Meißner Straße kommen

An der Meißner Straße rollt der Verkehr, hier kommen Touristen vorbei. Dort muss künftig der Eingang zum Karl-May-Museum sein, sagen die Planer. Vor allem auch mit neuen Parkplätzen für Besucher.

Der große Hingucker für das Museum ist das neue Besucherzentrum. Beton, Glas, Holz – Wild-West-Feeling soll die Gäste locken und drin auch bedienen. Ein größerer Museumsladen für Andenken und Bücher, ein großer Vortragsraum, in dem auch Videos gezeigt werden können, eine kleinere Gaststätte mit einer Terrasse, die in den Museumsgarten gerichtet ist, werden zum Gebäude gehören.

Das Grundstück, auf dem das gebaut werden soll, gehört der Karl-May-Stiftung. An dieser Stelle würde zuerst gebaut. Es ist mit Kosten von drei bis 3,5 Millionen Euro zu rechnen.

Die Villa Bärenfett muss dringend technisch erneuert werden

Das urige Blockhaus Villa Bärenfett wurde 1926 errichtet. Seitdem ist daran technisch und klimatisch wenig verändert worden. Das Blockhaus beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen zur Geschichte Nordamerikas. Kinder und Erwachsene staunen über die lebensgroßen Indianerfiguren und besuchen die jährlichen Sonderausstellungen. Das Gebäude soll äußerlich so erhalten bleiben, technisch muss es nach heutigen Standards erneuert werden.

Dies ist möglich, wenn das neue Besucherzentrum errichtet ist und die Indianersammlung vorübergehend dort gezeigt werden kann. Hier wird mit Kosten von rund zwei Millionen Euro gerechnet.

Die Villa Shatterhand braucht einen auch für Behinderte geeigneten Zugang

Zum Wohnhaus von Karl May, der Villa Shatterhand, sollen alle Besucher Zugang haben. Ein Aufzuganbau ist dafür notwendig. Im Innern würden die Räume saniert und mehr Platz für die Bibliothek und die Arbeitszimmer des Meisters geschaffen. Die Fassade des Hauses muss hergerichtet werden. Dies soll das abschließende Bauvorhaben im Karl-May-Museum werden. Etwa 1,5 Millionen Euro sind dafür veranschlagt.

2014 sollen alle Förderanträge für das Bauvorhaben eingereicht werden

Rund 6,5 Millionen Euro braucht das Museum, um die Pläne zu verwirklichen. Dabei sollen Spenden helfen, vor allem aber Fördertöpfe genutzt werden. „2014 wollen wir alle Förderanträge einreichen“, sagt Geschäftsführerin Claudia Kaulfuß. Erhofft wird Geld vor allem aus dem neu aufgelegten Kulturförderprogramm der EU bis 2020, aber auch von der Stadt Radebeul.

www.neues-karl-may-museum.de