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Mit dem Ballon im Baum verfangen

Schwatz- Markt

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Vieles kann geplant werden, das Wetter auf jeden Fall nicht. Das bekam nun auch Wolfgang Stumph zu spüren. Der Schauspieler dreht derzeit einen neuen Film mit dem Titel „Heimweh nach Drüben“. Darin spielt er einen DDR-Bürger, der im Westen seinen Bruder besucht. Auf jeden Fall will er wieder nach Hause, weil dort seine Verlobte wartet. Nur hat er die Rechnung ohne seine Kinder gemacht. Die fliehen per Heißluftballon in den Westen. Genau das ist die Schlüsselszene des Films. Mehrere Tage wartete das Team auf das perfekte Wetter, um mit dem Ballon zu starten. Es ging aber nicht. Nun wurde die Szene geändert, der Drehort gewechselt. Wolfgang Stumph entdeckt seine Kinder zwar in einem Ballon, der allerdings in einen Baum hineinmontiert wurde. Wie das funktioniert, zeigt ein Beitrag, der heute ab 14 Uhr in der MDR-Sendung „Dabei ab Zwei“ zu sehen ist.

Ganz im Zeichen der Orchidee und des guten Zweckes. Am Sonnabend lud der Lionsclub Dresden-Semper zum elften Mal zum Orchideenball in den Ballsaal Lindengarten im Park Plaza Hotel. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hatte Finanzminister Horst Metz übernommen, der natürlich auch zu den 300 Ballgästen zählte. Doch es wurde nicht nur getanzt und geplaudert, sondern auch Geld gesammelt. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und einer Tombola beliefen sich auf etwa 4 600 Euro. „Wir haben diese Summe aufgerundet“, so Wolfgang Wirz, Karstadt-Geschäftsführer und Präsident des Lions Clubs. Der Scheck geht an den Verein Aufwind. „Er hat unsere besondere Sympathie gefunden“, so der Präsident. „Denn seine Mitglieder bringen sich auch persönlich ein, um benachteiligten Kindern zu helfen. Zum Beispiel in die Organisation von Nachhilfestunden.“ Lions Club-Schatzmeister Peter Musil ist von der Vielfalt der geförderten Projekte angetan: „Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um über die Auswahl und die Höhe der Zuwendungen zu entscheiden. Mal wird der Beitrag für einen Sportverein oder die Landheimfahrt gezahlt, ein anderes Mal wird eine Begegnungsstätte für junge Familien wie der Kontaktladen in Gorbitz unterstützt.“ Nach dem offiziellen Teil konnten alle dann auch wieder die Orchideen-Dekoration bewundern. Schon vor elf Jahren zierte diese Blume die Tische. Das wurde zur Tradition. Unter anderem auf der Gästeliste des Balls: Heinz Reichmann, Dekan der Uniklinik Dresden, und Frank Junker, Vorstand KBA Planeta.

Und noch ein Ball. Ebenfalls am Sonnabend gab es im Hotel Westin Bellevue den zwölften Verkehrsball. Da wurde wenigstens ein bisschen dem 11.11. gehuldigt. Eine Schalmeienkapelle in typisch sächsischen Löwenkostümen marschierte am Beginn ein. Zu späterer Stunde überraschte Ralf Herzog mit einer pantomimischen Büttenrede. Eine super Variante für alle, denen die Schlachtrufe und -gesänge der fünften Jahreszeit einfach zu viel sind. Auch Moderator René Kindermann wollte sich dem Karneval nicht entziehen und trat mit roter Pappnase vor die Gäste. Die Lieblinge des Abends waren die Jungs der Band Blue Dragons. Sie boten Jazz und Dixieland. Unter Aufsicht ihres Papas. Denn Friedrich ist erst zehn Jahre alt, Johann 13 und der älteste im Bunde – Franz am Schlagzeug – 16 Jahre alt. Die Brüder begeisterten ihr Publikum.

Es ist das alte Lied: „In der Werbung vieler Kosmetikfirmen sind vor allem junge Leute zu sehen“, sagt Eberhard Herbst, Geschäftsführer der Neue Linie GmbH. „Deshalb hatten wir die Idee, unsere Kunden als Models einzusetzen.“ Gestern nun zeigten sich die fast 40 Damen, die vorher von den Mitarbeitern der verschiedenen Friseursalons angesprochen wurden. Die männlichen Kunden hatten alle abgelehnt. „Es geht uns darum, Spaß zu haben“, so Eberhard Herbst. Im Salon von Thomas Rümpler auf der Reitbahnstraße wurden alle noch einmal gestylt. „Viele waren schon in den letzten Tagen bei uns und haben sich frisieren lassen“, sagt Eberhard Herbst. Ein Profi-Fotograf lichtete alle ab. In den nächsten Tagen bekommen die Freizeit-Models eine CD, auf der die schönsten Bilder zu sehen sind. Starmodel an diesem Tag war zweifellos Else Müller. Am Morgen besuchte sie ein Konzert der Dresdner Philharmonie, dann ging es zum Shooting. Das Besondere: Else Müller feiert in wenigen Tagen ihren 100. Geburtstag. „Sie hat, als sie von der Aktion hörte, spontan zugesagt“, so Eberhard Herbst. Doch nur zwei Veranstaltungen am Tag scheinen der rüstigen Lady nicht zu reichen. Am Abend wurde sie von Eberhard Herbst noch zu einer Aufführung in der Semperoper chauffiert.

Noch ist nicht Weihnachten, Geschenke gab es trotzdem. Am Sonnabend tourte Volker Wünsche, Regionalleiter der AOK-Vertriebsdirektion Dresden, durch die Stadt. Die Krankenkasse hatte im Juli und August gemeinsam mit dem Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs eine Aktion namens „Mit dem Fahrrad zur Arbeit“ gestartet. Etwa 6 000 Sachsen radelten also an mehreren Arbeitstagen ins Büro. Von neun sächsischen Gewinnern kamen drei aus Dresden. Kati Freigang, Robert Warnke und Heike Dittrich freuen sich – wie sollte es anders sein – über ein neues Fahrrad.