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Mit dem Kompass der Piraten in Sekundenschnelle um die Welt

Die Spannung ist kaum zu überbieten. Zahlreiche Kinder, Eltern, Großeltern und Lehrer sitzen im Zirkuszelt und schauen gebannt in die Manege. Ein paar Piraten stecken ein Schwert nach dem anderen durch ein Fass, in dem ein weiterer Pirat sitzt.

Von Frank Korn

Die Spannung ist kaum zu überbieten. Zahlreiche Kinder, Eltern, Großeltern und Lehrer sitzen im Zirkuszelt und schauen gebannt in die Manege. Ein paar Piraten stecken ein Schwert nach dem anderen durch ein Fass, in dem ein weiterer Pirat sitzt. Danach werden die Schwerter langsam wieder herausgezogen. Als das Fass schließlich geöffnet wird, steigt der Pirat wie durch ein Wunder unversehrt heraus. Triumphierend hält er eine Kiste hoch. Er reicht sie weiter an Jessie und Tina, die als kleine Programmdirektorinnen verkleidet sind.

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In insgesamt vier Vorstellungen haben die Schüler der Grundschule Waldheim ihren Verwandten und Freunden das präsentiert, was sie in wenigen Tagen bei Zirkusdirektor André Sperlich und seinen Kollegen vom „1. Ostdeutschen Projektcircus“ gelernt haben. Nach dem ersten gemeinsamen Projekt von Waldheimer Grundschule und dem Zirkus von André Sperlich im Jahr 2009 sollte das Ganze eigentlich schon im vergangenen Jahr wiederholt werden. Doch da machte das Hochwasser einen Strich durch die Rechnung. Normalerweise hätte die Waldheimer Grundschule nun einige Jahre auf den nächsten Termin warten müssen. An einer anderen Schule verhinderten aber Baumaßnahmen den Auftritt, deshalb konnte der Zirkus nach Waldheim kommen.

Aus der kleinen Kiste, die ihnen der Pirat gereicht hat, entnehmen Tina und Jessie einen Kompass. „Das ist der Kompass der Piraten. Damit können wir in Sekundenschnelle um die Welt reisen“, ruft Tina voller Freude aus. Und das tun die vielen kleinen Artisten in ihren insgesamt elf Darbietungen dann auch. Ob Asien, Amerika oder Australien, überall gibt es Spannendes. Lustiges und Ergreifendes zu sehen. Als dann die Clowns auftreten, wird das Gelächter groß. Einige von ihnen haben sonderbare Hüte oder Brillen. Aus denen können sie Wasser spritzen und machen damit die Zuschauer nass. Und die Zauberer verwandeln wenig später eine Taube in ein Kaninchen.

Für Zirkusdirektor André Sperlich war die Projektwoche ein voller Erfolg. „Die Kinder und auch die Lehrer hatten großen Spaß in dieser Woche. Mit diesem Projekt werden die Stärken der Kinder gefördert, auch wenn in den Vorstellungen nicht alles zu hundert Prozent gelingt“, sagte Sperlich. Ein großes Dankeschön richtet er an die fleißigen Eltern, die sowohl beim Auf- als auch beim Abbau des Zirkuszeltes geholfen haben. „Wir kommen wieder“, versichert Sperlich zum Schluss.