SZ +
Merken

Mit der Kutsche durchs Dorf

Welche drei Gründe gibt es, das Heimatmuseum in Schmölln zu besuchen? Den Sippenbaum von Ernst Langer, der einer der größten und schönsten seiner Art ist. Das Zimmer zur Geschichte der Steinindustrie. Die Urfunde, die Wachteluhr und das „Zweemenschenbett“, was nicht jedes Heimatmuseum zu bieten hat.

Teilen
Folgen

Welche drei Gründe gibt es, das Heimatmuseum in Schmölln zu besuchen?

Den Sippenbaum von Ernst Langer, der einer der größten und schönsten seiner Art ist. Das Zimmer zur Geschichte der Steinindustrie. Die Urfunde, die Wachteluhr und das „Zweemenschenbett“, was nicht jedes Heimatmuseum zu bieten hat. Das sind schon fünf Gründe.

Welche Bedeutung hat ein Museum für ein Dorf wie Schmölln?

Es hält die Geschichte des Ortes fest und dokumentiert sie so, dass sie für die junge Generation nachvollziehbar wird. Für den Heimatverein gehört es zur Brauchtumspflege. Das Sammelgut wurde seit den 20er Jahren zusammengetragen, erst von Ernst Langer, später von Max Jung, um den heimatkundlichen Unterricht zu veranschaulichen. Bei Klassentreffen und Familienfeiern kommt man oft mit dem Besuch ins Museum – und der staunt, welche Schätze es hier gibt.

Wie viele Besucher sehen im Jahr die Ausstellung?

Zwischen 500 und 800. Die meisten Besucher kommen zu den Tagen der offenen Tür.

Wie viel ehrenamtliches Engagement ist notwendig, um das Museum erhalten zu können?

Es geht nur durch ehrenamtliches Engagement. Unser Museumsbeirat – ihm gehören auch Gudrun Wehner, Antje Swierczek und Evelin Branchvogel an – trifft sich jede Woche, um das Archiv aufzuarbeiten, Dinge auszubessern oder Sonderausstellungen vorzubereiten. Das sind acht bis zehn Stunden in der Woche – pro Frau! Hinzu kommen die Männer um Ulrich Reiser und Helmut Wehner, die das Freilichtmuseum erweitern. Bis September soll sie um eine Laufkatze aus dem Steinbruch Jungfernstein ergänzt werden. Viel Unterstützung bekommen wir auch vom Bürgermeister, Herrn Schmidt.

Wie feiert der Heimatverein das 50-jährige Bestehen des Schmöllner Museums?

Wir feiern es zum Tag des offenen Denkmals am 3. September. Geplant sind Kutschfahrten durchs Dorf, auf denen der langjährige Ortschronist Gerhard Rodig Erläuterungen gibt, Auftritte der Tanzmäuse und des Chores 2000. Wir werden Anekdoten lesen und zeigen, wie früher Wäsche gewaschen und Holz gehackt wurde. Wir möchten an diesem Tag ein Museum „zum Anfassen“ sein.

Gespräch: Ingolf Reinsch