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Mit der Plastetüte über dem Kopf Drogerie überfallen

Angeblich wusste der 25-jährige Roy V. nichts Rechtes mit sich anzufangen. Nach dem siebten Bier lief er zur Schleckerfiliale auf der Hebbelstraße in Cotta. Dort wartete er ein wenig zwischen den Parfüm-Regalen.

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Von Alexander Schneider

Angeblich wusste der 25-jährige Roy V. nichts Rechtes mit sich anzufangen. Nach dem siebten Bier lief er zur Schleckerfiliale auf der Hebbelstraße in Cotta. Dort wartete er ein wenig zwischen den Parfüm-Regalen. Schließlich zog er sich eine Plastetüte mit Sehschlitzen über den Kopf und hielt der verdutzten Verkäuferin ein Messer vors Gesicht – Überfall. Er griff in die Kasse, stahl 150 Euro und flüchtete mit dem Taxi.

Doch die Flucht war nicht von Dauer – die Polizei hatte Roy V. einen Tag später in seiner Wohnung verhaftet. Seit dem sitzt er in Untersuchungshaft. Zur gestrigen Verhandlung am Landgericht Dresden wurde er in Handschellen vorgeführt. Staatsanwältin Kathrin Höber warf ihm „schweren Raub“ vor.

Roy V. besitzt einschlägige Hafterfahrung. Er hatte bereits mindestens eine vierjährige Jugendstrafe verbüßt, war seit eineinhalb Jahren wieder auf freiem Fuß. Da wohnte er bei der Schwester, dem Schwager und der Freundin. Doch es habe in seinem Leben einfach nicht funktioniert, sagte er. Erst seit Anfang September diesen Jahres, zwei Wochen vor der Tat, habe er eine eigene Wohnung bezogen. Der 25-Jährige gestand den Raub, doch zu seinem Motiv sagte er wenig.

Die vierte Strafkammer war von der Schuld des Angeklagten überzeugt. Roy V. wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Bis auf weiteres muss er im Gefängnis bleiben.