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Mit der Tochter in den Dschihad

Mainz/Hannover. Islamisten aus Deutschland sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes vereinzelt mit ihren Kindern in die Kriegsgebiete nach Syrien und in den Irak ausgereist. „Wir gehen von einem...

Mainz/Hannover. Islamisten aus Deutschland sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes vereinzelt mit ihren Kindern in die Kriegsgebiete nach Syrien und in den Irak ausgereist. „Wir gehen von einem unteren zweistelligen Bereich aus“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, dem ARD-Magazin „Report Mainz“. Gleichwohl bereite die Gruppe den Behörden Sorgen: „Nicht zuletzt deshalb, weil die Eltern, die dschihadistisch geprägt sind, versuchen, ihre Kinder zu indoktrinieren, versuchen, sie zu einer neuen Generation von Dschihadisten aufzubauen.“

So sollen im vergangenen Jahr eine Frau aus Osnabrück mit ihrer vierjährigen Tochter sowie ein Salafist aus Mainz mit sechs seiner Kinder Richtung Syrien ausgereist sein. Die zum Islam konvertierte Deutsche aus Osnabrück habe eine Abschieds-Mail sinngemäß mit den Worten „Wir sehen uns wieder im Paradies“ beendet, sagte ein Justizsprecher in Hannover.

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Fred Abrahams von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sagte „Report Mainz“ über den Missbrauch von Kindern durch die IS-Terrormiliz: „Wir haben Dutzende von Kindern interviewt, die in diesen Gruppen gekämpft haben. Sie wurden zu militärischem Training gezwungen, religiöser Indoktrination und mussten sich Videos von Enthauptungen anschauen.“ (dpa)