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Großenhain

Mit Judo hat das noch nicht viel zu tun

Die UHU's des Judosportclubs Großenhain e.V. trainieren das erste Mal nach den Corona-Vorschriften - und sind dabei nicht glücklich.

Walking statt Judo: Die Großenhainer UHU's starteten am Freitag vorsichtig ins Training.
Walking statt Judo: Die Großenhainer UHU's starteten am Freitag vorsichtig ins Training. © Foto: privat

Großenhain. Aufatmen in diesen Tagen bei vielen Sportvereinen. Zaghaft dürfen sie wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen. Natürlich mit vielen Auflagen entsprechend den Covid-19-Bestimmungen. Sport mit Körperkontakt ist ebenso untersagt wie das Training in Sporthallen. Das gilt auch für den Judosportclub Großenhain. 

Training in der Judohalle ist verboten. Die Nutzung der Sanitärbereiche und der Umkleideräume unterliegen strengen nicht einzuhaltenden Auflagen.

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Die "UHU's - das sind die Großenhainer Judokas unter hundert - testeten am Freitag die Machbarkeit des Judotraining nach den Übergangsregeln der neuen Hygienevorschrift. 

Alternativ empfiehlt diese Übergangsreglung ein Training im Freien in kleinen Gruppen unter Einhaltung einer Abstandsregel. „Beim Laufsport ist der Mindestabstand hintereinander zu vergrößern: für schnelles Gehen mit 4 km/h ungefähr 5 Meter und für Läufer mit 14,4 km/h etwa 10 Meter“, so die Auflagen. 

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

Altersgerecht entschieden sich die UHU's für die "4 km/h-Variante". Unter Leitung des Präsidenten Dieter „King“ König ging es von der Herrmannstraße über den Hauptmarkt (Eisdiele leider schon zu) ins Gartenschaugelände. 

Nach einer kurzen Pause am Aldi mit einem kleinen Eis weiter in den Stadtpark und zurück zur Judohalle. Mit einer Stunde und 3,9 km wurde die Vorgabe knapp eingehalten. 

"Wir hatten endlich wieder eine Art Vereinsleben und für diejenigen, die im Homeoffice arbeiten, eine kleine Auszeit", sagt Steffen Klemt, 2. Vorsitzender des Großenhainer Judosportclubs.

Doch er macht sich wie viele Sportler natürlich so seine Gedanken. "Kann man dies, auch wenn man beim nächsten Mal Kraftsportübungen wie Liegestütze und Kniebeuge einbaut, als Judotraining bezeichnen?" fragt er. 

"Oder sogar für die Kinder und Jugendlichen, wo noch Belehrungen und Zustimmungserklärungen der Eltern erforderlich sind, umsetzen?" Aus Sicht det Großenhainer Judokas müssten Lockerungen anders aussehen. "Sonst stirbt das Vereinsleben nicht nur in Großenhain", glaubt Steffen Klemt.

Vorerst bleibt allerdings wenig Raum für ein echtes Judotraining. Und solange werden die UHU's bei geeignetem Wetter wohl immer freitags "laufen".

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