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Bautzen

Mit mehr Uni-Plätzen gegen Ärztemangel

SZ-Redakteurin Marleen Hollenbach über den Beruf des Mediziners.

© SZ/Uwe Soeder

Fragt man Schüler, welchen Beruf sie anstreben, hört man eine Antwort häufig. „Ich will Arzt werden.“ Das war schon so, als ich die Schule verließ. Damals schrieben viele diesen Berufswunsch in unsere Abiturzeitung. Ob sie heute alle als Arzt arbeiten? Wohl kaum. Zwar war und ist Mediziner ein attraktiver Beruf. Doch nur wenigen gelingt es, sich einen der Studienplätze zu sichern.

Es ist ja auch gut so, dass streng ausgewählt wird. Das Medizinstudium hat es in sich und niemandem ist geholfen, wenn Studenten die Prüfungen nicht bestehen und abbrechen müssen. Auch ist für die Zulassung längst nicht mehr nur die Abiturnote entscheidend. So führt die TU Dresden beispielsweise Auswahlgespräche durch. Und trotzdem: Noch immer werden viele Bewerber abgelehnt. Bewerber, die Wissensdefizite mit einem starken Willen ausgleichen könnten, die statt der Note 1,0 viel Empathie mitbringen – für die Patienten, für ihre Region.

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