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Nur mit Maske auf die Müllerwiese

Am Sonnabend beginnt im Bautzener Stadion die neue Fußballsaison. Für die Zuschauer ist vieles anders als gewohnt.

Budissa-Vizepräsident Sven Johne zeigt schon mal, was Besucher der Bautzener Müllerwiese künftig bei sich haben müssen. Doch im Stadion darf der Mund-Nasen-Schutz zwischendurch auch abgenommen werden.
Budissa-Vizepräsident Sven Johne zeigt schon mal, was Besucher der Bautzener Müllerwiese künftig bei sich haben müssen. Doch im Stadion darf der Mund-Nasen-Schutz zwischendurch auch abgenommen werden. © Steffen Unger

Bautzen. Seit in Deutschland alle Fußball-Ligen im Frühjahr wegen Corona ihre Saison vorzeitig ab- oder zumindest unterbrachen, gab es auch auf der Bautzener Müllerwiese und im Kamenzer Stadion der Jugend keine Punktspiele mehr zu sehen. Das ändert sich an diesem Sonnabend zumindest in Bautzen. Nach rund fünf Monaten können Fußballfreunde wieder in das kleine Stadion an der Spree pilgern.

Wer allerdings Budissa Bautzen auf der Müllerwiese spielen sehen will, muss damit noch bis September warten. Dann startet die Landesliga Sachsen in die neue Saison - mit Budissa und Einheit Kamenz.

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An diesem Wochenende beginnt erst einmal die Spielzeit in der Regionalliga Nordost. Mit dabei: der  Bischofswerdaer FV 08. Die Schiebocker standen auf dem letzten Platz der Tabelle, als die Saison 2019/20 abgebrochen wurde. Dank des Abbruchs mussten sie auch nicht absteigen, sondern können wieder in der Regionalliga starten. Doch vorerst dürfen sie  ihre Heimspiele nicht im Volksbank-Sportpark an der Wesenitz austragen, da es dort kein Tribünendach gibt und die Flutlichtanlage nicht die geforderten 400 Lux aufweist.

All das bietet die Müllerwiese, und deshalb weichen die Bischofswerdaer Fußballer vorübergehend nach Bautzen aus. Spätestens zur Rückrunde wollen die Schiebocker wieder in ihrer Stadt spielen. Bis dahin teilen sich Budissa und der BFV 08 die Müllerwiese.

Besucher müssen Kontaktdaten angeben

Aber ganz gleich, ob die Zuschauer in Bautzen nun Spiele von Budissa oder dem Bischofswerdaer FV sehen wollen - sie müssen in jedem Fall einiges beachten. "In Zusammenarbeit mit dem Bischofswerdaer FV wurde ein Hygienekonzept erarbeitet", erklärt Budissa-Vizepräsident Sven Johne und berichtet: "Die Genehmigung vom Gesundheitsamt liegt uns seit dem 30. Juli vor."

Jeder Zuschauer muss einen Mund-Nasen-Schutz mitbringen. Außerdem muss jeder Besucher am Eingang ein Formular ausfüllen, damit im Falle einer Infizierung Kontakte nachverfolgt werden können. Das Formular kann auch auf der Internetseite des BFV heruntergeladen und dann ausgefüllt mitgebracht werden, sagt Tobias Heppner, Projektleiter Soziokulturelles Zentrum Sport bei den Bischofswerdaern.

Der Mund-Nasen-Schutz ist nicht die ganze Zeit über anzulegen, aber in einigen Situationen doch. Zum Beispiel am Einlass, auf den Toiletten und an den Verpflegungsständen. Jedenfalls so lange, bis Bockwurst, Bier und Co. in den Mund wandern können. "Wo es schwer wird, die Abstandsregeln einzuhalten, gilt Maskenpflicht", bringt es Sven Johne auf den Punkt. Ordner werden darauf achten, dass die Hygieneregeln auch respektiert werden. 

Im Station sind viele Sitzplätze gesperrt

Ein Mindestabstand von anderthalb Metern gilt sowohl auf der Zuschauertribüne als auch im übrigen Stadionbereich. Damit ist auch schon klar, dass Begrüßungsrituale wie Handgeben oder Umarmungen vorerst tabu sind. Und fällt ein Tor für die Lieblingsmannschaft, darf jeder Fan als Freudentanz nur ein Solo hinlegen.

Abstandsregel und Mund-Nasen-Schutz-Pflicht gelten übrigens nicht nur für die Müllerwiese, sondern auch für das Kamenzer Stadion der Jugend und alle Plätze in Sachsen, auf denen demnächst wieder der Ball rollt. Darüber informiert der Sächsische Fußball-Verband und beruft sich dabei auf die aktuelle Corona-Verordnung des Freistaates. 

Auf Empfehlung des Gesundheitsamtes im Landratsamt Bautzen wurde der größte Teil der Sitzplätze auf der Müllerwiese gesperrt. Auf den verbliebenen Sitzplätzen und in den Stehplatzbereichen dürfen sich insgesamt 1.000 Zuschauer aufhalten - mehr Besucher gestattet das Gesundheitsamt nicht. Doch so viele Besucher wurden in den vergangenen Jahren ohnehin höchst selten bei Heimspielen von Budissa Bautzen oder dem Bischofswerdaer FV gesehen. In der Saison 2018/19, als beide Mannschaften noch in der Regionalliga kickten, kamen zu den 17 Heimspielen von Budissa durchschnittlich 566 Zuschauer. Im Schnitt 442 Besucher wollten dem BFV in Bischofswerda zusehen.

Shuttlebus startet in Bischofswerda

Grundsätzlich sind Veranstaltungen mit mehr als 150 Besuchern genehmigungspflichtig. Einheit Kamenz wird aber nicht für jedes Heimspiel eine Genehmigung brauchen, sagt Tino Rölz, der Leiter der Geschäftsstelle. In der Saison 2018/19 kamen durchschnittlich 101 Zuschauer ins Stadion der Jugend.

An diesem Sonnabend ist für BFV-Fans extra ein Shuttlebus von Bischofswerda nach Bautzen und zurück organisiert. Das Spiel gegen den VfB Auerbach wird um 13.30 Uhr angepfiffen. Zuschauer sollten nicht auf den letzten Drücker zur Müllerwiese kommen - die erwähnten Hygienevorkehrungen nehmen am Einlass etwas Zeit in Anspruch. Eine Sitzplatzkarte kostet zwölf Euro, ein Stehplatz neun Euro. Für Ermäßigte sind es je Karte drei Euro weniger. Jahreskarten gibt es nur in der Geschäftsstelle des Bischofswerdaer FV. Sie kosten 135 Euro für Vollzahler, 90 Euro für Ermäßigte.

Bei Budissa stehen die Ticketpreise noch nicht fest, informiert der Vizepräsident. Der Verein will sich dazu aber in den nächsten Tagen äußern. Auch von Einheit Kamenz steht die Information zu den Eintrittspreisen noch aus.

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