merken
PLUS

Mit Musik und ohne Rummel

Beim Stadtfest gibt es keine Fahrgeschäfte. Das Programm kann sich dennoch sehen lassen. Ein ehemaliger Zittauer reist sogar mit einer Folkband an.

Von Mario Heinke

Christoph Penter kommt nach längerer Zeit wieder einmal nach Zittau. Diesmal will der junge Mann nicht nur seine Eltern besuchen. Seine Folkband „A Young Man’s Journey“ aus Aschaffenburg begleitet ihn in seine ehemalige Heimatstadt, denn am Sonntag um 19 Uhr werden die fünf Herren einen Liveauftritt beim Stadtfest in der Weinau haben. Mit Folk, Folk-Rock, Americana und Alternative Country wollen die Unterfranken die Zittauer begeistern. Seit März 2011 tritt die Folk-Band bei Festivals, in Clubs oder eben bei Open-Air-Konzerten auf.

Geld und Recht
Wer den Pfennig nicht ehrt
Wer den Pfennig nicht ehrt

und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Der Auftritt der Aschaffenburger ist jedoch nicht die einzige Neuheit beim Stadtfest. Das Fest der Zittauer beginnt am Freitag mit dem Bieranstich von Oberbürgermeister Arnd Voigt und der Radio Lausitz-Party mit den “SK5“, der angeblich zweitbesten Band der Welt auf der Leskewiese. Der Sonnabend steht dagegen ganz im Zeichen der Familie, denn das Sozialministerium lädt zum 18. Sächsischen Familientag, dessen Programm um 18 Uhr endet.

Das Stadtfest geht jedoch weiter mit der Liveübertragung des Spiels Deutschland gegen Ghana im Festzelt und im Biergarten des Wirtshauses „Zur Weinau“, mit einem Konzert der Ostrock-Kultband Karussell und einem Sonnenwendfeuer. Zum Abschluss um 23 Uhr erwartet die Besucher ein Feuerwerk, das von der Freilichtbühne aus abgefeuert wird.

Eine weitere Änderung: Das Zittauer Stadtfest kommt in diesem Jahr erstmalig ohne Rummel aus. Wegen fehlender Stromanschlüsse in der Weinau müssen Riesenrad, Autoscooter und Co. fernbleiben. Ursprünglich wollte die Stadt alle Fahrgeschäfte auf dem Hartplatz hinter dem Stadion stationieren. Es zeigte sich jedoch, dass alle vorhandenen Stromanschlüsse für die Hauptbühne, das Festzelt und die zahlreichen Stände benötigt werden. Ein Karussell für die Jüngsten werde auf dem Festgelände dennoch aufgebaut, erklärte Wiepke Steudner vom städtischen Kulturreferat.

Ob die fehlenden Fahrgeschäfte nun ein Verlust sind oder nicht, darüber gehen die Meinungen der Zittauer weit auseinander. Können sich die einen ein Stadtfest ohne Rummel gar nicht vorstellen, waren die anderen vom innerstädtischen Rummel und seinen Begleiterscheinungen in den vergangenen Jahren nur genervt. Das ist also reine Ansichtssache.

Fest steht dagegen: Das Stadtfest wird nach der Fertigstellung des Zittauer Marktplatzes ab 2016 wieder in der Innenstadt stattfinden. Anderslautende Spekulationen, wonach das Stadtfest zukünftig in der Weinau bleiben soll, wies die Stadtverwaltung zurück.