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Mit neuem Flitzer in den Einsatz

Über ein zusätzliches Mitglied in ihrem Fuhrpark darf sich die Ortsfeuerwehr freuen. Die Suche danach gestaltete sich schwierig.

© privat

Von Marcus Herrmann

Starbach. In einem weißen Ford Transit T 300 werden die Jung-Kameraden der Starbacher Feuerwehr in Zukunft zu Wettkämpfen oder Sportveranstaltungen düsen. Das knapp 8 000 Euro teure, gebrauchte Fahrzeug haben der Freiwilligen Feuerwehr Mitarbeiter der Rewe-Gruppe im Logistikzentrum in Starbach übergeben.

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Vor mehr als einem Jahr hatte die Stadt Nossen der Lebensmittelkette den Preis „Förderer der Feuerwehr“ verliehen. „Wir freuen uns sehr, dass Rewe jetzt das neue Fahrzeug gesponsort hat“, sagt Bürgermeister Uwe Anke (parteilos). Damit setze der Konzern eine Reihe von Sachspenden – etwa für Kitas, Schulen oder die Tafel – fort. Lange hatte das Rewe-Team nach einem passenden Fahrzeug gesucht. „Wir hatten vor einiger Zeit auch schon ein Auto bestellt, das dann aber fehlerhaft war. Somit hat sich alles etwas verzögert“, erklärt Torsten Prag, Regionalleiter bei Rewe für das Gebiet Nossen-Lommatzsch.

Das Auto ist spitze

Das schmälert die Freude bei den Starbacher Kameraden aber keineswegs. Etwa 15 000 Kilometer im Jahr haben sie bisher mit ihrem Mehrzweckfahrzeug zurückgelegt. Dafür steht jetzt der Transporter bereit. „Gerade für Ausfahrten mit Lehrlingen oder kleineren Einsätzen in der Stadt ist das Auto Spitze und erleichtert uns die Arbeit enorm“, sagt Ortswehrleiter Veiko Dietze. Neben einem Löschfahrzeug mussten er und seine zwölf Kameraden sich bisher mit nur einem Transportfahrzeug begnügen. Der Neuzugang im Starbacher Fuhrpark sei dringend nötig, sagt er. Immerhin hätten erst in diesem Jahr wieder fünf neue Mitglieder – darunter zwei Mädchen – in der Jugendfeuerwehr angefangen. Damit besitzt die Starbacher Jugendabteilung die aktuell größte der acht Nossener Nachwuchswehren.

Geringerer Aufwand

Mit dem neuen Achtsitzer, der vorerst im ehemaligen Gerätehaus Rüsseina untergestellt wird, können die Jugendlichen nun ohne viel organisatorischen Aufwand zu sogenannten Löschangriffen oder anderen Wettkämpfen transportiert werden. „Natürlich nutzen auch wir Erwachsene das Fahrzeug“, erklärt Dietze.

Zu fast 60 Einsätzen sind seine Feuerwehrleute im letzten Jahr ausgerückt, darunter technische Hilfeleistungen, aber auch 26 Brandeinsätze. Oft sind die Kameraden auf der Autobahn zwischen dem Dreieck Nossen bis nach Wilsdruff unterwegs, um etwa bei Unfällen zu helfen. „Gerade hier kommt es auch auf Schnelligkeit an. Da kann so ein neuer Transporter als Unterstützungsfahrzeug sehr hilfreich sein“, sagt Dietze. Im April dieses Jahres kann er sich über drei 16-Jährige aus der Starbacher Jugendfeuerwehr freuen, die ihre Ausbildung zum Feuerwehrmann beginnen. Nachwuchsprobleme gebe es derzeit glücklicherweise nicht. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müsse die Ausstattung entsprechend gut sein. Dazu leistet auch die Stadt Nossen ihren Beitrag.

Seit 14. Januar sind alle Feuerwehrfahrzeuge mit Funktechnik ausgestattet. „Die Kosten dafür trägt die Stadt“, sagt Bürgermeister Uwe Anke. Einer ihrer nächsten Einsätze führt die Starbacher Kameraden übrigens erneut ins Rewe-Logistikzentrum. „Wir wollen demnächst mit der Feuerwehr zusammen eine Räumungsübung im Haus durchführen. Das ist Bestandteil unseres neuen Brandschutzkonzeptes am Standort“, erzählt Torsten Prag. Ob die Ortsfeuerwehr dann mit Löschfahrzeug samt neuem Flitzer im Schlepptau anrückt, ist noch nicht sicher.