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Döbeln

Mit neuem Tanker schon zum Feldbrand ausgerückt

Die Schrebitzer Feuerwehrleute haben ein neues Fahrzeug in den Dienst gestellt. Die Harthaer machen beim Florianstag auf ihr Ehrenamt aufmerksam.

Die Schrebitzer Feuerwehrleute freuen sich über ihr neues Tanklöschfahrzeug, das schon einige Zeit bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz im Einsatz gewesen ist.
Die Schrebitzer Feuerwehrleute freuen sich über ihr neues Tanklöschfahrzeug, das schon einige Zeit bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz im Einsatz gewesen ist. © Dietmar Thomas

Von Frank Korn und Claudia Erbert

Schrebitz/Hartha. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schrebitz haben bei ihrem Tag der offenen Tür das neue Tanklöschfahrzeug (TLF) nun auch offiziell überreicht bekommen.

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Im Besitz des TLF 24/50 Iveco-Magirus sind die Schrebitzer schon seit zwei Monaten. Der Ostrauer Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hatte eine Eilentscheidung gefasst und erwarb das gebrauchte Fahrzeug bei einer Versteigerung. Der Gesamtpreis betrug knapp 20.400 Euro inclusive aller Gebühren. 

Den Hinweis bekam der Bürgermeister vom Schrebitzer Kameraden Ingo Gruß, der bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz arbeitet. Er berichtete, dass das Fahrzeug der Berufsfeuerwehr zur Versteigerung bereitstand. „Ich habe einfach die Versteigerungsplattform beobachtet und der Gemeinde einen Tipp gegeben“, sagte Gruß.

Für die Schrebitzer Kameraden ist es wichtig, dass sie ein Tanklöschfahrzeug zur Verfügung haben. „Die Bäche in unserer Region führen oft wenig Wasser“, sagte der Schrebitzer Ortswehrleiter Jens Schneider. Das Fahrzeug fasst 5.000 Liter Wasser und 500 Liter Schaum. „Damit können wir den ersten Löschangriff absichern“, so Schneider. Der Freiwilligen Feuerwehr Schrebitz gehören derzeit 14 aktive Kameraden an.

Leonie und Vanessa haben Spaß auf den Pedalos. Unter anderem damit konnten sich Besucher beim Florianstag in Hartha die Zeit vertreiben.  
Leonie und Vanessa haben Spaß auf den Pedalos. Unter anderem damit konnten sich Besucher beim Florianstag in Hartha die Zeit vertreiben.   © Dietmar Thomas

Auch wenn die Ausgabe für das TLF nicht im Haushalt eingeplant war, hatte der Gemeinderat doch unkompliziert den Weg zur Anschaffung frei gemacht. „Damit drücken wir aus, dass uns die Feuerwehr wichtig ist“, so Bürgermeister Schilling bei seiner kurzen Ansprache. Um das Fahrzeug noch weiter auszurüsten, ist noch Zubehör im Wert von 3.000 Euro erforderlich. Auch dieses Geld solle noch in diesem Jahr bereitgestellt werden, versprach Schilling.

Schon kurz nach der Zulassung mussten die Schrebitzer Kameraden mit dem Fahrzeug zum ersten Einsatz ausrücken. Beim Löschen eines Feldbrandes an der Bundesstraße 169 leistete es wertvolle Hilfe. Das vorherige Tanklöschfahrzeug der Schrebitzer Wehr war defekt. Dieses Fahrzeug ist Baujahr 1976. Es wären Reparaturkosten in Höhe von 8.000 bis 10.000 Euro angefallen.

Die Übergabe des Fahrzeugs war nur der erste Höhepunkt des Tages der offenen Tür. Anschließend zeigten die Feuerwehrleute, was mit dem TLF alles möglich ist. Auch die Vorführung der Rettungshundestaffel des ASB-Regionalverbandes Dresden und ein Löschangriff der Ostrauer Jugendfeuerwehr wurden mit viel Beifall bedacht. Zudem durften sich die Besucher auch einmal selbst in der Handhabung eines Feuerlöschers üben.

Später als sonst hat das Fest bei der Feuerwehr in Hartha begonnen. „Wir hatten für uns im Verein immer das erste Septemberwochenende eingeplant, warum im Veranstaltungskalender der Stadt das nächste steht, wissen wir gar nicht“, erklärt Wehrleiter René Greif denen, die fragen, warum das Fest jetzt stattfindet. Herumgesprochen hatte sich der richtige Termin dennoch, der Platz vorm Gerätehaus ist am Sonnabendnachmittag voller Kinder mit Eltern und Großeltern, die hüpfen, essen, trinken und tanzen wollen.

Gestartet sind die Feuerwehrleute diesmal später: „Wir haben ja zum ersten Mal die Modellbautage in Hartha auf der Stockcarstrecke und wollten uns nicht gegenseitig die Gäste wegnehmen, darum haben wir abgesprochen, dass wir erst um vier anfangen“, so der Wehrleiter.

Drei verschiedene Hüpfburgen, darunter eine Feuerwehr, ziehen die Kinder an wie Magneten und so haben die Eltern Zeit, die Burger zu kosten: „Es gibt 112, das heißt ein Brötchen, eine Beilage und zwei Steak oder 110 – ein Brötchen, Beilage und kein Steak, für die Vegetarier“, lacht Erik Dathe, der am Grill steht.

„Wir hoffen wie immer, dass wir weiterhin regelmäßig Nachwuchs finden und der dann auch bei der Feuerwehr bleibt“, erklärt er das Hauptanliegen des Florianstages. „Und wenn wir uns ganz viel wünschen dürften, wären das zwei neue Fahrzeuge, aber das wird wohl erstmal ein Traum bleiben.“ Heute sollen sich die Kinder und auch die Erwachsenen für die Technik und die vielfältigen Einsätze der Wehr begeistern und dann Teil der Mannschaft werden. Die Jugendfeuerwehr gibt es schon seit 60 Jahren.

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