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Mit Oldtimern auf Straßenwanderung

Rund 100 historische Fahrzeuge werden am 26. Juni in Eibau erwartet. Die Besucher können sogar in einem mitfahren.

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Von Constanze Junghanß

Beinahe 70 Fahrzeuge sind schon für das Oberlausitzer Oldtimerwandern angemeldet. Über den großen Zuspruch freut sich Mitorganisator Ronny Arlt. „Mittlerweile veranstalten wir diese Ausfahrt zum sechsten Mal“, sagt der 45-Jährige. Und Jahr für Jahr nehme das Interesse zu. Ideengeber dafür war David Priebs, der ebenfalls die organisatorischen Fäden zusammenhält.

Am 26. Juni ist es nun wieder so weit: Dann starten die Teilnehmer vom Eibauer Volkshaus aus ihre Tour. Insgesamt werden um die 100 Oldtimer erwartet. Die Strecke führt sie dieses Jahr durch die Ober- und Niederlausitz. Um die 150 Kilometer legen die historischen Fahrzeuge dabei zurück. Ältestes Auto ist ein Ford T, Baujahr 1920. Der kommt sogar aus der Region. Aber auch Anmeldungen außerhalb des Landkreises gibt es: „Teilnehmer aus dem Cottbuser, Leipziger und Chemnitzer Raum sind mit dabei“, sagt Ronny Arlt. In der Oldtimer-Szene habe sich die Veranstaltung herumgesprochen, sodass Anmeldungen nun auch von weiter weg kommen.

Oldtimerwanderung heißt das Ganze übrigens, weil die Schnelligkeit beim Fahren keine Rolle spiele. Vielmehr sollen sich die Teilnehmer auf der Rundstrecke ein Bild von der schönen Region machen können. Sie erfahren erst am Start, wo es lang geht. Jeder Teilnehmer erhält eine entsprechende Karte und ein besonderes Streckenbuch, denn auch ein Wettbewerb verbirgt sich hinter der Tour. Stempelstellen müssen angefahren, Rätsel und Aufgaben zum Thema Verkehrsregelung und Sicherheit gelöst sowie eine „Sonderprüfung“ absolviert werden. Denjenigen, die dabei am besten abschneiden, winken zur Siegerehrung hölzernere Pokale.

Wer letztlich die Nase vorn hat, liegt also nicht am hohen Ausschlag der Tachonadel. Die Freude darüber, historische Motorräder, Lkw und Autos soweit zum Laufen zu bringen, dass sie fahr- und verkehrsbereit sind, steht im Vordergrund. Davon können sich die Besucher ebenfalls ein Bild machen. Die Fahrzeuge werden auf dem Festplatz des Eibauer Bierzuges präsentiert. Mit zu sehen sind ein Mercedes aus den 1930er Jahren, ein DKW – der Vorgänger vom Audi – oder edle Limousinen wie von der Marke „Wanderer“, erbaut ab Ende der 1920er Jahre. Wer keine historische Fahrzeugflotte sein Eigen nennt, hat noch eine Chance zum Mitfahren. Ronny Arlt erzählt, dass ein originaler Robur-Bus mit dabei ist. Der kutschiert Interessenten die Strecke im Konvoi mit. Das orange-beigefarbene Fahrzeug aus den 1960ern wurde in Zittau aufgearbeitet und hat 22 Plätze. „Zwei davon sind noch frei “, sagt Arlt.