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Mit Sicherheit ein gutes Geschäft

Das Fensterwerk Eibel in Malschwitz hat 130 Mitarbeiter. Die Firma profitiert vor allem von einem Trend.

© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

Malschwitz. Es ist in diesem Monat genau 27 Jahre her, dass Herbert Eibel den Vertrag zur Übernahme des Fensterwerks in Malschwitz unterschrieben hat. 27 Jahre später sorgt Torsten Mros als Geschäftsführer dafür, dass die gute Entwicklung des Betriebes fortgesetzt wird. Am Freitag und Sonnabend laden beide Männer deshalb zum Tag der offenen Tür nach Malschwitz ein, wo auch ein neues Beratungscenter für Fenster und Türen eröffnet wird.

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Das letzte Mal hat die Firma vor 15 Jahren zu einem Blick in die Räume eingeladen. Deshalb nehmen die Chefs den Umbau des Ausstellungspavillons an der Hauptstraße in Malschwitz zum Anlass, mit Kunden, Partnern und Interessenten ins Gespräch zu kommen. Denn Fenster sind schon lange kein 0815-Produkt mehr. Eigentlich werden Fenster und Türen immer mehr zum Hightech-Produkt, sagt Torsten Mros. Und da steht die Sicherheitsfrage an erster Stelle, weiß der junge Geschäftsführer. „Stand früher das Thema Wärmedämmung an erster Stelle, so ist es heute die Sicherheit“, sagt Mros. Was sich dabei alles in den Fenster- und Türrahmen versteckt und dort auch Platz hat, das können die Besucher sich in der Ausstellung ansehen. Denn waren es kurz nach der Wende noch die Plattenbauten und private Häuslebauer, die der Firma Aufträge bescherten, so wandelte sich das im Laufe der Zeit. Bauelemente-Händler und Tischler wurden die Auftraggeber. Sondergrößen und spezielle Maßarbeiten wurden immer wichtiger. Mittlerweile steht eben die Sicherheit im Mittelpunkt. „Die Händler wollen von uns qualitativ hochwertige Produkte. Die entwickeln wir immer weiter, haben viele Partner in der Region“, sagt Herbert Eibel. Mittlerweile werden neben Fenstern und Haustüren auch Rollläden, Sonnenschutz sowie Flucht- und Brandschutzprodukte angeboten. Eine Sache in Richtung Zukunft ist Smarthome. Was vor Jahren noch als Spinnerei galt, wird heute immer weiter entwickelt. Dieses System bringt alle Elemente im Haus dank digitaler Vernetzung zusammen. „Ich kann also auch aus dem Urlaub auf dem Handy schauen, ob meine Fensterläden zu sind“, sagt Torsten Mros. Wie das alles funktioniert, können nun Kunden und Händler vor Ort in Malschwitz sehen. Nicht nur an diesem Wochenende. „Es ist immer besser, wenn man sich etwas selbst ansehen kann“, sagt der 37-Jährige.

Torsten Mros kam 2010 in die Firma. Geboren in der Lutherstadt Wittenberg, wuchs er in Berlin auf, ging zur Ausbildung nach München. Gelernt hat er Spengler und Dachdecker. Danach war er zwölf Jahre bei der Bundeswehr in Bad Reichenhall. In die Lausitz kam er durch seine ehemalige Frau. Hier absolvierte er noch eine Ausbildung zum Betriebswirt. Die und dass Herbert Eibel jemanden aus der Familie von Torsten Mros kannte, brachte ihm dann auch ein Vorstellungsgespräch bei Herbert Eibel. „Torsten Mros hatte die gleiche Art von Betriebswirtausbildung wie ich“, sagt Herbert Eibel. So begann Mros zunächst im Verkaufsinnendienst, erstellte Angebote, Berechnungen und Zeichnungen, und hatte viele weitere Aufgaben, bis er alle Stationen im Betrieb begleitet hatte. „Bis aufs Rechnung schreiben“, schmunzelt der Vater zweier Kinder. Mit ihnen und seiner Lebensgefährtin lebt er in Drehsa. Sein Sohn geht in die Sorbische Grundschule in Bautzen, die Tochter besucht die Witaj-Gruppe in der Awo-Kita in Hochkirch. Seit dem vergangenen Jahr ist Torsten Mros nun Geschäftsführer im Betrieb. „Ich bin froh, dass Sabine und Herbert Eibel von Anfang an hinter mir stehen“, sagt Torsten Mros. Und auch, wenn viele Dinge zu organisieren sind, kann Privates und Geschäftliches gut parallel laufen. „Ich habe da sehr viel Unterstützung – auch von den Kollegen“, sagt er. Denn auch, wenn die Belegschaft, die mittlerweile auf 130 Mitarbeiter gewachsen ist, altersmäßig gemischt ist, so sei es doch ein junges Team, das fit für die Zukunft ist, denken Eibel und Mros. Übernommen habe ich den Betrieb mit 32 Mitarbeitern“, so Herbert Eibel. Es sind Kollegen im Betrieb, die schon länger in Rente sein könnten. Und junge Mitarbeiter, die gerade erst ihre Ausbildung beendet haben, beginnen Verantwortung zu übernehmen. „Ein Generationswechsel dauert“, sagt Torsten Mros. Doch in allen Bereichen gibt es bereits junge Meister. „Wer sich weiterbilden will, den fördern wir auch“, sagt Mros. Um sich weiter zu verjüngen, bildet das Werk auch aus: Bautischler, Glaser, Verfahrensmechaniker, Elektriker, Metallbauer oder auch im kaufmännischen Bereich..

Und das, so Torsten Mros, zeichne den Betrieb eben aus. „Wir sind ein Komplettanbieter für Kunststoff- und Aluminium-Fenster und -Türen, bauen und montieren mit unserem Fachpersonal alles selber. Das schätzen die Kunden“, sagt er. In seiner Freizeit ist Mros ständig am Bauen. Oder er kümmert sich um seinen Lieblings-Fußballverein Bayern München. Er ist Vorsitzender des Fanclubs Oberlausitz mit 60 Mitgliedern. So fährt er zwar noch gern nach München, in einer Großstadt wohnen möchte er aber nicht mehr.

Tag der offenen Tür im Eibel Fenster- und Türenwerk in Malschwitz, Guttauer Landstraße 1, am 1. Juni, 12 bis 18 Uhr, und am 2. Juni, 9 bis 18 Uhr