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Mit viel Euphorie und ein bisschen Wehmut

Der Faschingsclub freut sich über eine erfolgreiche Abendveranstaltung. Sie ist eine der letzten im Kulturhaus.

Von Marcus Herrmann

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Zur Abendveranstaltung des Kriebethaler Faschingclub (KFC) am Sonnabendabend ist die Hütte gut gefüllt. Zum Schlachtruf „Papier allemal“ schreitet gegen 20 Uhr die Faschingsbrigade unter Jubelrufen aus der Menge auf die Bühne.

Ihre im November gestartete, nunmehr 47. Saison, setzten die Kriebethaler Jecken mit einer Idee aus aktuellem Anlass um. „Da es nun mal so ist, dass es die letzten Faschingssausen unseres Vereins im Kulturhaus in Kriebethal sind, haben wir unser Programm entsprechend gestaltet“, erklärt KFC-Präsident Ronald Pöge. In drei Teilen zu je etwa 45 Minuten lassen die Faschingsfreunde deshalb auch die Zeit Revue passieren, die der Verein komplett im Kulturhaus verbracht hatte. Da werden noch einmal die Höhepunkte und Mottos vergangener Jahre mit viel Witz auf die Bühne gebracht und in Erinnerungen an legendäre Faschingsnächte der letzten Jahre geschwelgt. Zeit für Sentimentalität blieb dabei zumindest anfangs nicht, erzählt Pöge. „Die Stimmung war bis zuletzt super. Wir haben ja auch nicht nur in der Vergangenheit gekramt, sondern im letzten Teil auch in die Zukunft geschaut“, erklärt er.

Dass es die für den Club geben wird, bezweifelt keiner der Mitglieder. „Wir werden die neue Saison, wie es aussieht, in Höfchen im ehemaligen Ferienlager der Wismut begehen. Dass wir uns darauf freuen und die ersten Ideen schon reifen, haben wir heute Abend angedeutet“, so Ronald Pöge. Den Narren und Närrinnen scheint es jedenfalls gefallen zu haben. Denn noch lange nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung um halb drei Uhr morgens, wurde getanzt, gelacht und sich zugeprostet. „Ich war gegen halb fünf zu Hause. Das sagt eigentlich alles“, berichtet der Präsident mit einem Lächeln. Erst als sich der Saal in den Morgenstunde merklich leert, gibt es einige traurige Stimmen. Dass das Kulturhaus aus sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Gründen abgerissen wird, ist nicht neu, verursacht am Ende aber doch ein bisschen Wehmut, sagt Pöge. „Na klar, auch ich bedauere das sehr. Aber so richtig Zeit zur Traurigkeit bleibt uns überhaupt nicht. Denn ein bisschen geht die Saison ja noch.“ Vier Faschingsfeten wird der KFC in diesem Jahr nämlich noch ausrichten.

Los geht es mit dem Kinderfasching am Sonnabend um 14.30 Uhr. Eine etwas gediegenere Party steigt dann beim Gala-Fasching am 14. Februar ab 20 Uhr. „Hier sind wir eigentlich ausverkauft. Aber Gäste, die kein Essen möchten und auf Sitzplätze verzichten, können ab 19.30 Uhr noch Karten an der Abendkasse bekommen“, sagt Ronald Pöge.

Die wirklich letzten Veranstaltungen im alten Zuhause steigen für den KFC am Rosenmontag (16. Februar) und dem Folgetag. Für den sogenannten Faschingsdienstag – die finale Faschingssause – sind noch Karten erhältlich. Die Rosenmontags-Feier ab 20 Uhr ist allerdings komplett ausverkauft. „Wir freuen uns jetzt erst einmal, dass noch vier schöne Feste vor uns liegen, in denen wir uns vom Kulturhaus gebührend verabschieden“, sagt Ronald Pöge. Danach werde man eine kleine Bilanz ziehen, um anschließend den Blick nach vorne zu richten. Denn eines kann dem Vereinsmitgliedern frei nach ihrer Hymne keiner nehmen: Und das ist die pure Lust am Leben.

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