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Nickerner Bauernhof braucht Hilfe

Spender und Freiwillige haben viel geschafft. Damit es weitergeht, ist mehr Geld nötig und Unterstützung beim Vieh.

Von Annechristin Bonß

Das alte Wohngebäude mitten auf dem Kinder- und Jugendbauernhof in Nickern erinnert die Mitarbeiter jeden Tag an ihr derzeit größtes Projekt. Das beschäftigte sie nicht nur im letzten Jahr, sondern auch 2015. Mithilfe von Spenden und mit eigener Arbeit wollen sie daraus ein Kinderbauernhaus machen, mit viel Platz für Treffen, gemeinsame Veranstaltungen, Tagungen und Aktionen. Doch bis es so weit ist, dauert es. In vergangenen Jahr haben die Arbeiter die erste Decke zwischen Erd- und Obergeschoss fertig gebaut. „2015 sollen die Anschlüsse für Wasser, Strom und Telefon gelegt werden“, sagt Jakob Rothe, Sozialpädagoge im Projekt. Und vielleicht wird auch die zweite Decke erneuert. Doch ob der Verein das schafft, hängt vor allem vom Geld ab. „Aktuell ist das Geld aufgebraucht und wir suchen nach neuen Möglichkeiten.“ Großspender unterstützen das Vorhaben zwar bereits. Damit kontinuierlich planen, wollen die Mitarbeiter aber nicht.

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Das ist nicht das einzige Problem. Dem Verein fehlen Mitglieder. Junge Familien, die sich gern um die Tiere und Anlagen auf dem Hof kümmern wollen, während ihre Kinder spielen, sind gefragt. Derzeit kümmern sich 40 Mitglieder um die Anlage Am Stausee 3. Dort gibt es derzeit zwar zwei Sozialpädagogen und eine Tierpflegerin. Das reicht aber nicht. „Wir brauchen Unterstützung bei landwirtschaftlicher Arbeit“, sagt Jakob Rothe. 20 Schafe, zwei Kühe, drei Pferde, vier Ziegen, Hühner Enten, Tauben, Zwerghasen und Meerschweinchen wollen versorgt werden und brauchen Futter. Das wird auch aus den Beiträgen der Mitglieder bezahlt. Die zahlen 30 Euro pro Jahr.

Die Besucherzahlen motivieren die Organisatoren vom Bauernhof. 22 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen 2013 auf das Gelände. In vergangenen Jahr sah es ähnlich gut aus. Besonders in den Sommermonaten kamen viele Gäste. Im Juni waren es 2 200. Für die Mitarbeiter ist das ein Erfolg. Mussten sie doch im vergangenen Jahr die Öffnungszeiten verkürzen, weil ab Sommer ein Sozialpädagoge fehlte.

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