SZ +
Merken

Mitbauen am Zukunftsauto

Zulieferer. Chemnitzer Ingenieure haben beim neuen Mini mitgewirkt.

Teilen
Folgen

Von Brigitte Pfüller

Chemnitz. Die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr sitzt in Chemnitz wieder in der Kauffahrteil 45. Das ist genau der Standort, an dem vor 70 Jahren der Grundstein für die Zentrale Versuchsanstalt der Auto-Union gelegt wurde. Hier arbeiteten Experten in den 30er Jahren an den legendären „Silberpfeilen“ der Auto-Union. „Wir sind besonders stolz, dass wir diese Tradition fortführen und wieder an den Autos der Zukunft mitbauen können“, erklärte Andreas Singer, Leiter des IAV-Standortes Chemnitz.

Der Betrieb, der nach der Wende mit 69 Leuten als kleine Tochter der Berliner IAV GmbH seinen Marktwirtschafts-Start wagte, beschäftigt heute 412 Mitarbeiter mit steigender Tendenz. Innerhalb der IAV-Gruppe hat sich Chemnitz als wichtiger Standort etabliert, der vor allem auf Motoren, Antriebsstränge sowie Kfz-Elektronik und -Mechanik ausgerichtet ist.

„Wir sind für alle wichtigen Automobilhersteller tätig. Sie arbeiten mit uns zusammen, wenn es darum geht, neue und innovative Antriebsaggregate zu entwerfen, zu testen und in Serie zu fertigen. Wir betreuen die Kunden vom Reißbrett bis in die Produktionshalle“, erläutert Singer.

So haben die Chemnitzer Ingenieure auch an dem neuen Mini-Cooper von BMW mitgewirkt, der in wenigen Wochen auf den Markt kommen soll. „Unterschätzen Sie den neuen Mini nicht, der ist eine Rakete“, freut sich der Betriebsleiter. Was genau die IAV-Ingenieure aus Chemnitz dazu getan haben, will er aber nicht verraten. Das sei Sache des Kunden, meint er. Nicht jeder Kunde möchte erwähnt werden. So ist das Unternehmen auch sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, neugierige Blicke in die Versuchshallen und Prüfstände zu werfen. Nur so viel: „Der Trend geht derzeit hin zu Automobilen mit effektivem Kraftstoff-Verbrauch bei steigendem Komfort und Fahrspaß.“