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Mitmach-Unterricht

Beim Schultestival lernen die Viertklässler den Unterricht an der Oberschule kennen. Der ist locker und anschaulich.

Von Cathrin Reichelt

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Laurenz will es ganz genau wissen. „Was passiert, wenn das Salz nicht reicht?“, fragt der Viertklässler. Physiklehrerin Jutta Schwarz schmunzelt und zeigt ihm eine Packung. „Die reicht bestimmt“, versichert sie dem Jungen. Der ist von dem salzigen Experiment begeistert. Für das gibt die Lehrerin ein Ei in ein Wasserglas. Das Ei geht sofort unter. Aber je mehr Salz Jutta Schwarz hinzufügt, umso höher steigt das Ei in dem Glas, bis es mit einer Spitze herausschaut.

Laurenz und seine Mitschüler sind zum Schultestival in die Pestalozzi-Oberschule gekommen. Sie hatten einen kurzen Weg. Denn zurzeit lernen sie noch an der benachbarten Grundschule. Heute schauen sich die Zehnjährigen aus Geringswalde bei den Großen um und morgen die Grundschüler aus Gersdorf und Technitz.

Jede Gruppe wird von mehreren Mittelschülern begleitet. Tom aus der sechsten Klasse war gestern dabei und beeindruckt. „Die Grundschüler sind sehr aufmerksam und nicht so laut, wie ich erwartet hätte“, sagt er und hilft Jasmin im Biologiekabinett ein Skelett zusammenzusetzen. Dessen Einzelteile hat sie gerade aus Papier ausgeschnitten. „Wir haben festgestellt, dass die Schüler alle Bereiche, die wir in Biologie behandeln, schon aus dem Sachkundeunterricht kennen. Hier gehen wir dann in die Tiefe“, meint Biologielehrerin Simone Berger.

Eigentlich sollten die Viertklässler auch noch ihre erste Chemiestunde erleben. Aber der Fachlehrer ist krank geworden. „Deshalb ergänzen wir den Tag mit dem, was wir gut können: Musik“, sagt Schulleiterin Kerstin Wilde. Bei Lehrer Roland Taffel probieren die Grundschüler die Gitarre, das Cajón (Kistentrommel), das Keyboard und das Schlagzeug aus. Auch im Musikzimmer zeigen ihnen die Mittelschüler, was sie in den kommenden Jahren alles lernen könnten.

Am 27. Februar bekommen die Grundschüler ihre Bildungsempfehlung für eine weiterführende Schule. Welche das ist, hängt nicht nur vom Notendurchschnitt ab, der für das Gymnasium nicht schlechter als 2,0 sein darf. „Letztendlich entscheiden die Eltern. Die Kinder sind noch viel zu jung dafür“, meint Kerstin Wilde.

Die Oberschule hat sich gegen die Differenzierung von gut und besser entschieden. Erstmals wurde bei den derzeitigen Achtklässlern die Trennung zwischen den Haupt- und Realschülern aufgehoben. Sie werden gemeinsam unterrichtet. So könne in der neunten Klasse die besondere Leistungsfeststellung erfolgen. Ziel sei aber der Realschulabschluss in der zehnten Klasse.

Dass an der Harthaer Oberschule auch mit unkonventionellen Methoden erfolgreich gearbeitet wird, zeigen die diesjährigen Abgangsklassen. Aus den beiden Zehnten haben weniger als zehn Schüler einen Lehrvertrag unterschrieben. Alle anderen wollen an einer Fachoberschule oder am beruflichen Gymnasium weiterlernen.

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