SZ +
Merken

„Mitte des Jahres muss der Plan stehen“

Frauensteins Bürgermeister Reiner Hentschel (parteilos) bezeichnet 2012 als Jahrder Entscheidungenfür die Stadt.

Teilen
Folgen

Herr Hentschel, warum sehen Sie dasJahr 2012 für Frauenstein als so wichtig an?

Weil es entscheidend für unsere Stadtentwicklung ist. Die Gespräche mit den Nachbarn Rechenberg-Bienenmühle und Hartmannsdorf-Reichenau laufen. Wir wollen bis Mitte des Jahres einen klaren Plan haben, mit wem wir 2013 zusammengehen.

Was gibt es für dieses Jahr außerdem für Ziele?

Wir hoffen, die ländliche Neuordnung in Nassau anschieben zu können. In Burkersdorf steht das mehrjährige Verfahren kurz vor dem Abschluss, in Kleinbobritzsch beginnt es. Dort wird unter den Grundstücksbesitzern der Vorstand gewählt, der die Neuordnung in der Hand hat. Der Fördermittelsatz für das Verfahren liegt bei 80 Prozent. Es gibt einen Konsens mit den Eigentümern, dass sie ihren Anteil zahlen und die Kommune auch.

Was wird in den nächsten Monaten außerdem im Stadtgebiet passieren?

Der Abriss des maroden Kulturhauses in Burkersdorf kann nun im Frühjahr endlich beginnen. Denn wir haben den Fördermittelbescheid bekommen, 80000 Euro werden gefördert, etwa 1200000 Euro kostet die Maßnahme. Wir machen das Ganze mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn einerseits birgt das Gebäude jede Menge Geschichte, ist aber andererseits wirklich ein Schandfleck. Alle Bemühungen um das Haus sind fehlgeschlagen.

Welche Investitionen plant Frauenstein in diesem Jahr?

Die Stadt hat wegen der erfolgten Umstellung der Verwaltung auf die Doppik noch keinen Haushalt für das laufende Jahr. Dieser soll im März/April unter Dach und Fach sein. Und es gibt einiges, was getan werden muss. Dazu zählt unter anderem, dass die Bestattungshalle in Nassau dringend saniert werden muss. Dafür hofft die Verwaltung auf die Zustimmung der Stadträte. Außerdem platzt der Frauensteiner

Kindergarten aus allen Nähten. Wir denken über eine Teilsanierung und Erweiterung nach. Dazu liegen erste Kostenvoranschläge vor.

Der Frauensteiner Kindergarten ist gefragt?

Ja, es gibt viele Kinder im Krippenalter, deren Eltern für ihre Sprösslinge in Frauenstein einen Kindergartenplatz haben möchten. Dazu ist ebenfalls eine Grundsatzfrage im Stadtrat zu klären.

Welche wichtigen Vorhaben konnten im vergangenen Jahr verwirklicht werden?

Wir haben es endlich geschafft, dass die Burkersdorfer Feuerwehr ihr Depot an der ehemaligen Schule bekommen hat. Dafür wurden einschließlich Fördermittel rund 274000 Euro ausgegeben. In Frauenstein wurde im Herbst die Zufahrt zur Sporthalle saniert. Der ehemalige Bundespolizeistandort an der Walkmühlenstraße wird belebt, dort zieht das Behindertenheim der Münch-Stiftung ein. In Nassau haben uns 2011 die Verhandlungen wegen des Hochwasserrückhaltebeckens begleitet, das entstehen soll. Jetzt gibt es mit der Landestalsperrenverwaltung eine Lösung für die Brücke an der Oelmühle. In Dittersbach entstand über die ländliche Neuordnung ein neuer Parkplatz.

Das Gespräch führte Astrid Ring (FP).