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MittelsachsenTV geht auf Sendung

Ab 1. Februar kommt das Regionalfernsehen aus Mittweida auch in der Region Döbeln. Ein bekanntes Gesicht bleibt.

Von Maria Lotze

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Am Sonnabend flimmert das letzte Mal eine Sendung von Waldheim TV über die hiesigen Bildschirme. Dann ist Schluss, zumindest mit dem Regionalfernsehen von Geschäftsführer Alexander Krebs. Aus wirtschaftlichen und persönlichen Gründen musste er den Sender aufgeben. Auf regionale Berichterstattung im Bewegtbild verzichten müssen die Bürger der Region Döbeln allerdings nicht. Denn schon ab 1. Februar ist, vorerst auf der gleichen Frequenz wie WaldheimTV, das Programm von MittelsachsenTV zu sehen. Zudem zeigt der Sender dann auch erstmals im soziale Netzwerk Facebook seine Beiträge.

Rund 18 000 Haushalte in Döbeln, Hartha, Kriebethal, Leisnig, Mockritz, Ostrau/Wunschwitz, Roßwein, Waldheim, Westewitz und Zschaitz/Ottewig können zukünftig das Programm des Senders empfangen. Die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) hat dazu kürzlich die Erlaubnis erteilt. Jeden Freitag um 17 Uhr geht die neue Ausgabe des Wochenmagazins Wochensplitter auf Sendung. Bis zum nächsten Freitag wird diese achtmal zu bestimmten Zeiten wiederholt.

Neu ist MittelsachsenTV nur für die Region, die Wurzeln des Senders von Inhaberin und Programmveranstalterin Heike Sparmann reichen bis ins Jahr 1994 zurück. Kabelnetzbetreiber Henry Möckel gründete den Sender damals als Stadtfernsehen Mittweida. Seit 1997 sitzt Heike Sparmann mit im Boot. Angefangen hat sie als Außendienstmitarbeiterin. Nur ein Jahr später stand die Zukunft des Senders auf der Kippe. Die SLM hatte ein Gesetz verabschiedet, nachdem Kabelnetzbetreiber und Programmveranstalter nicht mehr dieselbe Person sein dürfen. Der Posten wurde Sparmann angeboten. „Wenn ich nicht übernommen hätte, wäre der Sender zugemacht worden. Also bin ich ins kalte Wasser gesprungen“, sagt die heute 55-Jährige.

Sparmann ist eine Quereinsteigerin. „Ich komme eigentlich aus dem kaufmännischen Bereich“, sagt die Mutter zweier erwachsener Kinder. Gelernt hat Heike Sparmann Facharbeiterin für Schreibtechnik. Auch jetzt arbeitet sie wieder im Kaufmännischen, als Geschäftsführerin des Landesfrauenverbandes Sachsen. Nur noch einmal in der Woche ist sie in der Sendezentrale in Mittweida. Dort hält nun ihre Tochter Anja Sparmann die Fäden in der Hand. Ihr Herzblut hänge trotzdem nach wie vor an dem Sender.

Fernsehen für den ganzen Kreis

Für MittelsachsenTV aus der Region berichten wird ein bekanntes Gesicht, Udo Richter. Der gelernte Mediengestalter für Bild und Ton hat zuvor bereits zehn Jahre lang als freier Videojournalist unter anderem für Alexander Krebs und WaldheimTV gearbeitet. Der 47-Jährige ist froh, dass es durch die Macher des Regionalfernsehens aus Mittweida mit der lokalen Berichterstattung aus der Region weitergeht. Von den neuen Kollegen sei er gut aufgenommen worden. Neben ihm sind noch zwei weitere freie Mitarbeiter sowie drei fest angestellte für den Sender tätig. Ob aufgrund des größeren Sendebereichs das Team weiter wachsen wird, weiß Heike Sparmann noch nicht. Die Personalkosten sind die größte Ausgabe des Senders, der sich ausschließlich aus Werbung finanziert.

Die Kosten sind auch der Grund, weshalb mehrere Regionalsender des Landkreises eine gemeinsame Sendung anstreben. Ab dem 1. März wollen MittelsachsenTV, Kanal 9 Erzgebirge mit Sitz in Brand-Erbisdorf und eff3 aus Freiberger loslegen. Berichte aus den verschiedenen Regionen erscheinen dann in einer Sendung mit einheitlichem Stil. Das erste Mal ausgestrahlt wird diese immer freitags nach dem Wochensplitter.

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