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Mittelsächsisches Theater in Kurzarbeit

Viele Vorstellungen fallen aus. Bereits gekaufte Karten können umgetauscht werden. Einige Gäste spenden das Geld auch.

Symbolbild
Symbolbild © Jens Büttner/dpa

Region Döbeln. Die von der Regierung beschlossene Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai bedeutet, dass auch im Mittelsächsischen Theater der Proben- und Vorstellungsbetrieb zumindest bis zu diesem Zeitpunkt ruhen muss. „Was das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August für Konsequenzen hat, ist im Moment noch nicht genau zu fassen“, sagt Pressedramaturg Christoph Nieder. Nach der Csárdásfürstin verschiebt das Theater aber nun auch das mit Soulwalker zu Pfingsten geplante Eröffnungskonzert auf der Seebühne Kriebstein auf den Sommer 2021.

Hinter den Kulissen laufe die Arbeit dennoch weiter: So arbeite die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat an einer Betriebsvereinbarung zum Thema Kurzarbeiter-Geld. Das soll rückwirkend ab dem 1. April beantragt werden. Dabei seien prozentuale Regelungen geplant, um die finanziellen Einbußen für die Beschäftigten gering zu halten.

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Die Mitarbeiter arbeiten nach wie vor möglichst zu Hause. Dort haben die Schneiderinnen inzwischen einige Hundert Schutzmasken genäht, die auch den Theaterangehörigen zur Verfügung gestellt werden. „Schließlich gelten auch im Theater die Arbeitsschutzbestimmungen, die einerseits einen Mindestabstand, andererseits das Tragen von Masken vorschreiben“, so Nieder.

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Der Besucherservice ist telefonisch, per Mail und per Post erreichbar. Dort laufe der Kartentausch für die abgesagten Vorstellungen weiter. „Natürlich sind die Besucher, die gerne ein Theatererlebnis gehabt hätten, enttäuscht, dass Theater ausfällt, aber 95 Prozent haben Verständnis für die Maßnahme“, meint der Pressedramaturg. Von vielen werde der Eintrittspreis für die Vorstellungen, die nicht stattfinden können, auch gespendet. 

Unabhängig davon würden, vor allem als Geschenk, Gutscheine gekauft, die ja an kein bestimmtes Datum gebunden sind. „Anrechtsvorstellungen, die in dieser Spielzeit nicht mehr stattfinden können, müssen natürlich nicht bezahlt werden. Wie genau der Ersatz stattfindet, wird gerade noch besprochen“, erklärt Christoph Nieder.

Am meisten bewegt innerhalb und außerhalb des Theaters jedoch die Frage, wann es wie weitergeht. „Gerade dazu sind aber konkrete Aussagen im Moment noch nicht möglich.“ Es gebe vielfältige Überlegungen, wie ohne lange Probenzeiten und unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Aspekte möglichst bald wieder Vorstellungen, in welchem Rahmen auch immer, stattfinden können – in Freiberg, in Döbeln, im Freiberger Schlosshof, auf der Seebühne Kriebstein oder anderswo im Landkreis Mittelsachsen.

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Auch dazu wird es zu gegebener Zeit Informationen auf der Theaterwebsite www.mittelsaechsisches-theater.de geben. Auf dieser Seite finden sich jetzt auch kleine Videobotschaften, die die Ensembles zu Ostern an die Theaterfreunde gesendet haben.

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