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Mittelschüler liegen im Pisa-Trend

Bildung. Noch nie haben GroßenhainsMittelschüler bei denAbschlussprüfungen so gut abgeschnitten.

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Von Birgit Ulbricht

Die Lehrer der Großenhainer Mittelschulen sind mit den diesjährigen Zehnern zufrieden. Damit liegt Großenhain quasi ganz im Trend der neuesten Pisa-Studie. Es geht wieder aufwärts. Etwa die Hälfte der Realschüler erreichten einen Abschluss mit gut oder sehr gut.

Beste kommt vom Schacht

Der zahlenmäßig größte Abschlussjahrgang des gesamten Landkreises – sechs Abschlussklassen mit 131 Absolventen – an der Schachtschule brachte auch den besten Mittelschüler der Stadt hervor. Es ist Marie Dörschel. Sie erreichte mit einem Durchschnitt von 1,1, das heißt nur einer Zwei auf dem Zeugnis, zugleich das beste Ergebnis seit Bestehen der zweiten Mittelschule. Dafür wurde die Schülerin auf der Abschlussveranstaltung in der Remontehalle vom Großenhainer Bürgermeister Burkhard Müller und dem Wildenhainer Bürgermeister Frank Boragk ausgezeichnet. Marie konnte sich außerdem über eine Auszeichnung im Landtag freuen, ebenso wie Frank Zalkow. Der Kupferbergschüler landete mit einem Zensurendurchschnitt von 1,2 lediglich einen Hauch hinter Marie Dörschel. Ebenfalls Spitze: Tina Krille und Christiane Fischer mit zweimal der Note Zwei auf dem Zeugnis und ebenfalls mit einem Durchschnitt von 1,1. Kristina Kliem und Karolina Winkler erreichten 1,2 und Anne Dörschel 1,3.

Beste Klasse wurden die 9b aus Walda mit einem Klassendurchschnitt von 2,1, knapp dahinter folgten mit 2,2 die Klassen 10a Walda und 10c vom Schacht. Damit kamen die besten Klassenleistungen von der Außenstelle der Schachtschule in Walda. Auch die Hauptschüler legten zu: An der Schachtschule unterzogen sich alle der freiwilligen Prüfung zum qualifizierten Hauptschulabschluss. Drei Schüler erreichten ihn. Am Kupferberg schafften es vier Hauptschüler, ihren Abschluss aufzuwerten.

Mathe lebensnah aufbereitet

Schulleiterin Manuela Hörster vom Kupferberg freut sich vor allem über die gute Matheprüfung. Sieben Mal stand am Ende die Note Eins darunter. „Vielleicht haben den Schülern die Aufgaben dieses Jahr auch gut gelegen. Die Matheprüfung war sehr schön gestaltet, lebensnah verpackt und verständlich“, schätzt Manuela Hörster ein.

Im Fach Deutsch kam nun dieses Jahr vor, womit viele insgeheim schon voriges Jahr spekuliert hatten – die Prüfungsmacher wählten einen Schriftsteller aus, dessen Jubiläum 2005 begangen wird. Und der hieß Schiller. Dazu bekamen die Prüflinge Aufgabenstellungen zu moderner Literatur und zu unbekannten Texten gestellt. „Es werden kaum noch im Lehrplan empfohlene Texte angeboten, sondern unbekannte Texte, die mitgeliefert werden“, resümiert Manuela Hörster. Wahrscheinlich, so vermutet sie, um Schüler nicht zu bevorzugen, die den Wahltext aus dem Unterricht schon kennen.