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Kodersdorf baut sich eigenen Eventwagen

Damit wird nicht nur Bier ausgeschenkt. Auch Public Viewing ist künftig kein Problem. Ideen gibt es aber noch viel mehr.

Uwe Bork und Mike Wagenknecht von der kommunalen Kodersdorfer Gesellschaft KoIS kümmern sich um den Innenausbau des neuen Eventwagens der Gemeinde.
Uwe Bork und Mike Wagenknecht von der kommunalen Kodersdorfer Gesellschaft KoIS kümmern sich um den Innenausbau des neuen Eventwagens der Gemeinde. © André Schulze

Der wichtigste Bestandteil ist schon da - ein "stinknormaler" Promotionanhänger. Doch mit dem ist es noch lange nicht getan. Denn der Inhalt des künftigen Kodersdorfer Eventwagens soll den Unterschied machen. In Kürze wird das Ausschank-Equipment geliefert, auch eine riesige Videowand ist schon bestellt. Doch dabei soll es auf keinen Fall bleiben.

Auf Messen wird der Hänger künftig wahrscheinlich kaum zu sehen sein. Doch genau dafür wurde er eigentlich konzipiert: leicht aufzustellen, mit seitlich zu öffnender Tür und einem großen Tor, dessen eine Hälfte nach oben zu klappen geht. Die andere lässt sich auf dem Boden ablegen. Daraus soll in den nächsten Wochen ein Schmuckstück werden, das es so in der Region bisher noch nicht gegeben hat.

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Freistaat gibt 30.000 Euro aus dem Mitmach-Fonds

Über den Mitmach-Fonds des Freistaates Sachsen hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr mit ihrem Projekt "mobiler Biergarten" 30.000 Euro Preisgeld abgeräumt. Inzwischen wurde die Idee längst weiterentwickelt. Denn nach der Fertigstellung des Eventwagens soll aus seinem Tresen nicht nur der kühle Gerstensaft fließen. Auf einer großen LED-Videowand können Gäste dann Public Viewing genießen - egal, ob von der nächsten Fußball-Europameisterschaft oder anderen Anlässen. Auch Kinofilme könnten für Begeisterung sorgen, Trickfilme stünden sicher bei den Kindern hoch im Kurs. Die Bodenklappe soll in Zukunft als Bühne nutzbar sein. So könnte Kleinkunst - je nach Einsatzort - hier durchaus eine Heimat finden.

"Wir wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen", freut sich Andreas Schneider über die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten des ungewöhnlichen Gefährts. Als wichtigsten Punkt nennt der Geschäftsführer der Kodersdorfer Inklusionsgesellschaft (KoIS) das Personal. "Bisher war der Aufbau von Theke, Bierausschank und den sonstigen Utensilien immer mit großem Aufwand verbunden. Das wird sich jetzt ändern. Denn in diesem Wagen haben wir alles kompakt beisammen." Darüber hinaus soll das Kulturleben im Ort einen neuen Schub bekommen. Nicht nur für Veranstaltungen der Gemeinde soll der Eventwagen künftig verwendbar sein. Auch Vereine und weitere Interessenten können ihn sich ausleihen. So wird sogar etwas Geld eingespielt. Die jeweils gebrauchten Module werden unkompliziert mit einem Stapler in den Hänger gesetzt und montiert.

Corona hat einen schnelleren Einsatz verhindert

Eigentlich hätte es schon längst die ersten Veranstaltungen geben sollen. Doch Corona hat eine schnellere Umsetzung verhindert. "Wir wollten einen Tag der offenen Tür durchführen und bei verschiedenen Terminen des Dorfjubiläums dabei sein", erzählt Andreas Schneider. Dazu ist es nicht gekommen. Nun aber setzt man sich nicht mehr unter Druck. "Ich denke, dass der Wagen vielleicht im Herbst zum ersten Mal zum Einsatz kommt."

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