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Modernste Technik zum Lebenretten

Die Großschönauer Feuerwehr hat jetzt neues Spreiz- und Schneidewerkzeug.

© SZ Thomas Eichler

Von Holger Gutte

Großschönau. Fabian Hälschke hofft, dass er das neue Spreiz- und Schneidewerkzeug, mit dem die Feuerwehr in Großschönau nun ausgerüstet ist, nie braucht. Trotzdem ist der Kommandant der Ortsfeuerwehr froh, es mit an Bord ihres Hilfe-Leistungs-Löschfahrzeuges zu haben. Knapp 25 000 Euro hat die Gemeinde dafür in die Feuerwehrtechnik investiert. „Das ist auch eine Anerkennung unseres Ehrenamtes. Von unserem Wunsch bis zum Kauf verging nur wenig Zeit“, lobt er die gute Zusammenarbeit zwischen Wehr, Gemeinde und den Ratsmitgliedern.

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Das Spreiz- und Schneidewerkzeug wird bei Verkehrsunfällen gebraucht, um in Fahrzeugen eingeklemmte Personen rausholen zu können. 1993 gehörte die Großschönauer Feuerwehr mit zu den ersten im Landkreis Zittau, die über so eine Technik zum Aufschneiden von Autos verfügten. Das neue Spreiz- und Schneidegerät ist wesentlich stärker als das bisherige und verfügt mit einer Druckkraft von 100 Tonnen über mehr als das doppelte an Kraft. Das dazugehörende Aggregat entwickelt einen Betriebsdruck von 700 Bar. „Das ist das Dreifache, was ein A-300-Flugzeug zum Ausfahren seines Fahrwerkes braucht“, schildert Fabian Hälschke. Sehr hilfreich können beim Einsatz bei Unfällen auch die zwei neuen aufpumpbaren Luftkissen sein, mit denen sich Fahrzeuge anheben oder abstützen lassen.

Im vergangenen Jahr ist die Großschönauer Ortswehr zu insgesamt 38 Einsätzen ausgerückt. Neben technischer Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen und Ähnlichem, gehörten dazu auch Brände und eine Tierkörperbeseitigung. 14 der 30 Kameraden sind bereits ausgebildet, um die neue Schneide- und Spreiztechnik bedienen zu können.