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Mörder von Madeleine angeklagt

Die Ex-Kamenzerin (23) wurde Anfang Februar in Essen grausam ermordet. Nun kommt Bewegung in den Fall.

Kamenz. Anfang Februar wurde die ehemalige Kamenzerin Madeleine Witteck in Essen ermordet. Der Stiefvater – auch einstiger Kamenzer – hatte die 23-Jährige auf ggrausame Weise getötet und im Schrebergarten einbetoniert. Die Staatsanwaltschaft erhob jetzt endlich Anklage gegen Günther O. (47) und dessen Sohn Daniel (22) wegen Mordes. Beide sollen die junge Mutter getötet haben. Den mutmaßlichen Mördern droht lebenslange Haft. Die Anklage erzählte noch einmal vom Martyrium der Frau. Schlimme Details kamen so ans Licht.

Schlimme Details im Bericht

Madeleine Witteck wurde laut Protokoll mit einem Hammer niedergeschlagen, dann möglicherweise lebendig vergraben. Als Alibi gab Günther O. makabererweise an, er wäre zu dieser Zeit auf einer Beerdigung gewesen. Ihre Jugend in Kamenz soll bereits unter schlimmen Umständen verlaufen sein. Günther O. galt als gewalttätig und „regierte“ förmlich seine Familie. Als Madeleine 18 Jahre war, zog man nach Essen. Hier zeugte er mit ihr dann ein Kind. Nach der Geburt flüchtete sie sich sogar ins Frauenhaus, erstattete Anzeige wegen Missbrauch. Genutzt hat es am Ende nichts: Am 11. Februar dieses Jahres wurde sie nach einem Streit vom Gelsenkirchener Hauptbahnhof zum Schrebergarten von Günther O. und dessen Sohn verschleppt. Letzterer bestreitet noch immer, etwas damit zu tun zu haben. Sein Verteidiger bekräftigte das erneut. Der Rest ist grausame Realität. In Kamenz erinnert eine kleine Gedenkstätte am Robert-Koch-Platz an die junge Frau. Freunde haben ihr ein Kreuz gestiftet. Leider hatten Unbekannte es zwischenzeitlich schon zerstört. (if)

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