SZ +
Merken

Monika Polster: „Das Haus ist gebaut, damit es lebt“

Die Leiterin der Begegnungsstätte der Volkssolidarität arbeitet gern mit Menschen. Auf kleine Erfolge ist sie stolz.

Teilen
Folgen

Von Andy Scharf

Ein Blick in den Terminkalender von Monika Polster macht eines schnell deutlich: Zeit können die Leiterin und ihre Mitarbeiter der Begegnungsstätte der Volkssolidarität Döbeln nicht genug haben. An jedem einzelnen Tag der Woche nutzen die unterschiedlichsten Gruppen die Räumlichkeiten im Haus Wappenhensch an der St. Georgen Straße. Und das macht Monika Polster zumindest ein klein wenig stolz. „Wir versuchen, die Menschen zum Mitmachen zu motivieren. Das ist teilweise keine einfache Aufgabe. Aber uns ist es gemeinsam mit den vielen ehrenamtlichen Helfern gelungen, viele Interessengruppe zu gründen“, sagt Monika Polster. In diesen gehen immer mehr Senioren ihren Hobbys nach.

Alt trifft Jung beim Schach

So gibt es seit einigen Wochen auch eine Schachgruppe. „Ein junger Mann suchte gleichgesinnte Schachspieler. Wir haben einen Aushang bei uns gemacht und innerhalb von zwei Tagen hat sich eine ältere Dame gemeldet. Die war neu in der Stadt und suchte Anschluss“, berichtet Monika Polster. Mittlerweile ist aus dem Duo ein Quartett geworden, dass sich jeden Montag im Haus Wappenhensch zum Schachspielen trifft. „Wir möchten, dass sich die Besucher bei uns wohlfühlen. Das Haus ist gebaut, damit es lebt. Auf dieses Prinzip richten wir unsere Arbeit aus“, sagt die Leiterin.

Dienst bis zum Abend

Doch neben den zahlreichen Gruppen werden im Haus auch Familien- oder Weihnachtsfeiern veranstaltet. Insbesondere in der Vorweihnachtszeit verging kaum ein Tag, an dem keine Gesellschaft auf die Feiertage angestoßen hat. „Das bedeutet für unser Team natürlich auch Dienst bis in die späten Abendstunden – alleine lassen wir niemanden im Haus“, so Monika Polster. Auch auf die Bewohner der altersgerechten Wohnungen warten viele Angebote. So stehen jährlich die traditionellen Frühlings- und Herbstfeste an.

Die wirtschaftliche Flaute mache sich jedoch auch im Treff bemerkbar. „Viele überlegen zwei Mal, ob sie einen Kaffee trinken und Kuchen essen.“