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Moskauer Hooligans rasten in Jaroslawl völlig aus

Moskau. Nach beispiellosen Ausschreitungen seiner Anhänger droht dem russischen Fußball-Erstligisten Spartak Moskau eine längere Platzsperre. Auch Rufe nach strikteren Gesetzen gegen Hooligans im Ausrichterland der Weltmeisterschaft 2018 wurden wieder lauter.

© action press

Moskau. Nach beispiellosen Ausschreitungen seiner Anhänger droht dem russischen Fußball-Erstligisten Spartak Moskau eine längere Platzsperre. Auch Rufe nach strikteren Gesetzen gegen Hooligans im Ausrichterland der Weltmeisterschaft 2018 wurden wieder lauter. Spartak-Fans hatten während des 1:0 (0:0)-Pokalerfolgs bei Zweitligist Schinnik Jaroslawl große Mengen Pyrotechnik gezündet, Leuchtraketen auf den Platz geschossen, Sitzschalen herausgerissen und damit auch Polizisten attackiert sowie Nazi-Symbole, darunter auch Flaggen mit Hakenkreuzen, gezeigt.

Sicherheitskräfte drängten die Hooligans schließlich mit Wasserwerfern sowie Schlagstöcken zurück und nahmen insgesamt 78 Menschen fest. Die Partie im Sechzehntelfinale musste für 20 Minuten unterbrochen werden. Der Vereinsvorstand von Russlands Rekordmeister Spartak kommentierte den Vorfall zunächst nicht. Schätzungsweise 7 000 seiner Anhänger waren ins rund 250 Kilometer entfernte Jaroslawl mitgereist.

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Ebenfalls am Mittwoch war bereits ZSKA Moskau wegen rassistischer Rufe und Beleidigungen gegen einen dunkelhäutigen Spieler von Manchester City mit einem Teilausschuss seiner Fans für das kommende Champions League-Spiel gegen Bayern München bestraft worden. „Falls den Fan-Unruhen nicht bald ein Ende gesetzt wird, bedeutet dies das Aus für den Fußball in unserem Land“, kommentierte die Zeitung „Sport Express“. (dpa)