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Mountainbiker suchen Strecke

Die illegale Aktion im Spargrund empört Naturschützer. Auch die Sportler distanzieren sich davon. Sie wollen eine legale Lösung.

Von Heike Sabel

Die Fotos und die Nachricht von der illegalen Mountainbikestrecke im Dohnaer Spargrund haben Marcel Maaßen entsetzt. Der 27-jährige Dresdner leitet die Interessengemeinschaft Mountainbike-Strecke Dresden und Umland. „Die Gemeinschaft und ich distanzieren sich klar von diesem Vorfall.“ Den hatte der Heidenauer Volker Andiel öffentlich gemacht. Die im Naturschutzgebiet illegal angelegte Mountainbikestrecke wird nun vom Forst abgebaut. Andiel freut sich über diese Reaktion und hofft, dann nun auch bald gehandelt wird.

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Die Mountainbiker sind derweil auf der Suche nach einem Gebiet, in dem sie legal ihrem Sport nachgehen können. Das aber ist im Landkreis aufgrund der vielen Schutzgebiete schwer, sagt Maaßen. Seit November sei die Gemeinschaft für das Projekt Elbland-Trails auf der Suche. Jetzt habe man eine Fläche bei Freital in Aussicht, sagt Maaßen. Die nächste Strecke für die Biker, die Spaß und besondere Fahrfertigkeiten in der Natur miteinander verbindet, sei derzeit ein außerhalb des Winters freigegebener Skilift bei Liberec.

Die Aktion im Spargrund war nicht die erste von Mountainbikern außerhalb des Gesetzes. Auch in Freital sei unwissentlich in einem Naturschutzgebiet eine solche Strecke angelegt worden, sagt Maaßen. Das sei kein böser Wille oder Absicht, sondern eben Unwissenheit der jungen Leute. Deshalb wolle seine Gemeinschaft die Sportler auch aufklären.

Auf der anderen Seite sei der Mountainbikesport auch eine Möglichkeit, um Sportler und Touristen in die Region zu holen. Österreichische Orte hätten diese Chance schon erkannt, sagt Maaßen und hofft auf etwas mehr Verständnis für seinen Sport und die jungen Leute.