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Mücka hat sich gegen Neonazis gewehrt

Helga Drescher, Vorsitzende des Heimatvereins: In diesen Tagen berichten die Medien, wie sich Bürger gegen Veranstaltungen der Neonazis wehren. Auch Mücka hat sich damals gegen die Typen gewehrt. Mit...

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Helga Drescher, Vorsitzende des Heimatvereins:

In diesen Tagen berichten die Medien, wie sich Bürger gegen Veranstaltungen der Neonazis wehren. Auch Mücka hat sich damals gegen die Typen gewehrt. Mit Erfolg! Dass sie [die SZ] das braune Image wieder ins Gespräch gebracht haben, ist zumindest als unfair zu bezeichnen.

Bei einem Gang durch das Dorf sieht man schmucke Häuser und gepflegte Gärten mit Blumen in allen Farben, natürlich nicht an einem trüben Februartag.

Leider haben wir in Mücka noch einige graue Ecken, wie den erwähnten Wohnblock. Wegen der niedrigen Mieten werden solche Wohnungen gelegentlich von rechten Elementen genutzt. Der andere Block daneben ist modernisiert und renoviert, alle Wohnungen sind belegt und die Mieter sind mit dem Komfort und dem Preis sehr zufrieden. Die ehemalige Mühle, der ehemalige Kuhstall und der Bahnhof sind auch noch solche grauen Ecken [...].

Etwas möchte ich noch erwähnen, was nicht durch eine Farbe zu symbolisieren ist. Das sind die Freundlichkeit und die Bereitschaft der Einwohner, etwas für ihre Gemeinde zu tun. Der Heimatverein hat zu einigen Anlässen Ausstellungen organisiert. Ganz viele Ältere erzählten aus ihrer Kindheit und Jüngere holten die Fotoalben ihrer Eltern und Großeltern hervor. An den Vorbereitungen und den Veranstaltungen zur 600-Jahr-Feier beteiligten sich alle Vereine und viele Bürger. Das Gleiche erleben wir jetzt anlässlich der 100-Jahr-Feier des Sportvereins Mücka.

Es gibt auch noch echte Nachbarschaftshilfe bei der Kinderbetreuung, bei Alltagshilfe für Ältere und bei der Versorgung der Haustiere während Urlaubsreisen.