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Mückaer feiern Abschied vom alten Clubhaus

Seit zehn Jahren nutzen sie das ehemalige BHG-Gebäude. Der Umzug in den ehemaligen Friseurladen wird vorbereitet.

© André Schulze

Von Carla Mattern

Von den alten Zeiten erzählen, das können auch junge Leute. Wer das nicht glaubt, kann heute Abend in den Mückaer Jugendclub gehen. Hier wird Abschied gefeiert. Zehn Jahre war das ehemals zur BHG gehörende Haus der Treffpunkt für die jungen Mückaer. „Wir wollen die vergangenen zehn Jahre Revue passieren lassen“, sagt René Kieschnick. Der 33-Jährige ist Vereinsvorsitzender und auch von Anfang an dabei. Er studiert in Zittau Energie- und Umwelttechnik. Er arbeitete damals bei der BHG in Mücka, als die jungen Leute auf der Suche nach einem eigenen Häuschen waren. René Kieschnick fragte nach, und da das Haus leer stand, übernahm es die Jugend. Vorher, ganz am Anfang, wurde es als Verkaufsraum der BHG und später für die Verwaltung und als Pausenraum genutzt. Im Jahr nach dem Einzug in das Haus gründeten die Mückaer auch ihren Verein. Der feiert 2014 zehnjähriges Jubiläum.

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Doch erst einmal steht der Abschied vom bisherigen Domizil an. Es gibt bestimmt viel zu erzählen, ist sich René Kieschnick sicher. Eingeladen sind alle, die kommen wollen. Ehemalige Klubmitglieder, aber auch Leute, die Lust haben aufs Quatschen und Treffen und in Erinnerungen schwelgen. Ehemalige, die nicht mehr in Mücka sind, aber zu denen es Kontakte gibt, haben eine Nachricht bekommen. Ansonsten zählen die Mückaer aus dem Verein darauf, dass es weitergesagt wird.

Dass sie jetzt nach zehn Jahren ausziehen, hat Gründe. Die Kosten steigen, vor allem für die Energie. Alle Räume werden aber gar nicht mehr genutzt, vor allem die im Obergeschoss. Im Winter musste mit Elektroenergie geheizt werden. Der Verein muss jetzt wieder Energiekosten nachzahlen. Auch der Vermieter will mehr Geld, erzählt René Kieschnick. Deshalb haben sie sich nach einer Alternative umgesehen. Sie fanden auch eine im Ort, nur einige Meter entfernt. Der ehemalige Friseurladen steht leer. Die Räume sind kleiner und auch Miete und Nebenkosten sind angemessen, so der Vereinsvorsitzende. Vermieter ist in dem Fall die Gemeinde Mücka. Die Renovierung der Räume hat begonnen. „Wir wollen diesen Monat noch durchziehen, sind vorne fast fertig“, sagt René Kieschnick. Ein paar Kleinigkeiten nur fehlen noch, dann kann der Umzug stattfinden.

Im Verein sind etwa 30 Mitglieder. Sie organisieren unter anderem das Bierathlon, den Bockbieranstich, und das Oktoberfest. Zur 600-Jahr-Feier 2008 hat der Klub sogar ein Theaterstück inszeniert. „Wir wollen das kulturelle Leben in unserem Ort bereichern“, sagt Kieschnick.