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Müll am Straßenrand in Großweitzschen

Im Großweitzschener Ortsteil Döschütz gibt es immer wieder illegale Ablagerungen. Darüber ist nicht nur die Gemeinde verärgert.

Am Feldweg von Döschütz nach Rittmitz wird immer wieder illegal Müll abgelegt. Darüber ärgern sich Anwohner und Gemeinde gleichermaßen.
Am Feldweg von Döschütz nach Rittmitz wird immer wieder illegal Müll abgelegt. Darüber ärgern sich Anwohner und Gemeinde gleichermaßen. © Frank Korn

Großweitzschen. Thomas Köhler zeigt voller Ärger auf den Haufen von Abdeckplanen, der sich direkt neben der Straße in Richtung Großweitzschen am Beginn des Feldweges nach Rittmitz auftürmt. „Das Zeug muss jemand in der Nacht zum Mittwoch hier abgelegt haben“, sagt Köhler, der gleich in der Nähe wohnt.

Immer wieder stellt der Anwohner illegale Ablagerungen fest. Auf dem Feldweg in Richtung Rittmitz gibt es gleich zwei weitere. An der einen Stelle sind eine kleine Badewanne, eine Kühlbox und ein Hängeschrank abgelegt worden. 

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Unweit davon türmen sich auf der anderen Seite sogenannte Sauerkrautplatten und eine Eisentür auf. Kleinere Gegenstände räume er auch schon mal selbst weg, sagt Thomas Köhler. Bei größeren Sachen informiere er die Gemeinde. Er hofft, dass die Planen schnell weggeräumt werden. „Wenn die Leute sehen, dass es liegen bleibt, wird der Haufen ganz schnell größer“, so Köhler.

Er könne nicht verstehen, warum die Leute ihren Müll in die Landschaft werfen. „Dabei kann man doch alles ordentlich entsorgen“, sagt Köhler. Bei der Entsorgungsgesellschaft könne man doch zweimal im Jahr kostenlos den Sperrmüll holen lassen. „Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, eine Wildkamera zu installieren, doch das ist ja nicht erlaubt“, bedauert er.

Großweitzschens Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos) ist über die Müllablagerungen informiert worden. Er verspricht, dass sie so schnell wie möglich durch Bauhofmitarbeiter beräumt werden. Auch Burkert ärgert sich über solche Aktionen. „Für die Gemeinde entstehen dadurch Kosten. Und das ist Geld, das eigentlich an anderer Stelle besser einzusetzen wäre“, so Burkert. 

Immerhin sind durch die Müllsammelaktionen jede Woche mehrere Mitarbeiter für einige Stunden beschäftigt. Zeit in der sie für andere, wichtigere Tätigkeiten nicht zur Verfügung stehen. Neben der Arbeitskraft schlagen Kosten für die Entsorgung sowie Kraftstoffkosten zu Buche.

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