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Müllskandal: Verdächtige kommen frei

Ein Gericht hat entschieden, dass drei der in Bogatynias Müllskandal verwickelten Personen aus der Haft entlassen werden können - gegen eine hohe Kaution.

Symbolbild.
Symbolbild. © Matthias Weber/photoweber.de

Drei der in Bogatynias Müllskandal verwickelten Personen dürfen das Gefängnis vorerst verlassen. Darüber informiert das Onlineportal Zgorzelec.Info. Die Entscheidung hat das polnische Berufungsgericht getroffen und damit das Urteil des Landgerichts kassiert, das eine Verlängerung der Untersuchungshaft anordnete.

Davon betroffen sind der Vorstandsvorsitzende von PGE - Erneuerbare Energie in Warschau, Slawomir Zawada, die Ex-Chefin des städtischen Entsorgungsunternehmens (GOP), Stella Gosk, und der ehemalige Sekretär des früheren Bürgermeisters Bogatynias, Daniel Fryc. 

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Jedoch dürfen sie das Gefängnis nur gegen Zahlung einer Kaution bis zum 17. September verlassen. Für Zawada beträgt diese 300.000 Zloty (rund 68.400 Euro), für Gosk und Fry je 200.000 Zloty (rund 45.600 Euro). Zudem gelten einige Besonderheiten: Die Verdächtigen stehen unter Polizeiaufsicht, haben ein Ausreiseverbot und dürfen kein Kontakt zu Zeugen und Mitangeklagten aufnehmen.

Das Berufungsgericht kam zu dem Schluss, weil seiner Sicht keine Gefahr besteht, dass das Verfahren dadurch behindert und der Sachverständige in seiner Stellungnahme beeinflusst werden könnte.

Unberührt davon bleibt die Entscheidung gegen weitere Verdächtige: So bleiben Bogatynias Ex-Bürgermeister Andrzej Grzmielewicz  und das ehemalige Vorstandsmitglied der städtischen Firma für Wasserwerk und Kläranlage Janusz Piestrzynski weiter hinter Gittern - die Haftzeit endet am 10. November. Sie sitzen seit Monaten im Gefängnis.

Im Zuge der Ermittlungen folgte kürzlich die Festnahme des ehemaligen Vize-Bürgermeister Dominik M. Er sitzt seit 26. Juli in Untersuchungshaft. Genauso wie seit 14. August der ehemalige Leiter des Polizeikommissariats der Stadt, Tomasz R. 

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet bei allen: Missmanagement, Dokumentenfälschung und Vorteilsnahme im Amt. Den Beteiligten droht eine Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren.

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