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Muldendreck in Fischendorf bleibt bis 2015

Die Landestalsperrenverwaltung vertröstet die Anwohner. Die sind davon nicht begeistert.

Von Tina Soltysiak

Wann die Sedimentablagerungen im Bereich der Freiberger Mulde bei Fischendorf weggeräumt werden, darüber stimmen sich gerade die Genehmigungsbehörden ab. Das teilte Katrin Schöne, Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LVT), auf Anfrage des DA mit. „Wegen der Vielzahl der Ablagerungen in den Fließgewässern in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen wird die Beräumung in Fischendorf nicht vor 2015 durchgeführt“, so Katrin Schöne. Sie begründet das unter anderem damit, dass die Sedimente meistens belastet sind. Deshalb müssten vor der Beräumung entsprechende Materialproben genommen werden, um den anschließenden Entsorgungsweg festlegen zu können, ergänzte die LVT-Sprecherin.

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Da die Freiberger Mulde ein Gewässer erster Ordnung ist, liegt die Zuständigkeit für die Pflege bei der Landestalsperrenverwaltung. Manfred Häußler und Dieter Friedrich hatten sich verärgert gegenüber dem Döbelner Anzeiger geäußert, dass das Geröll, das mit dem Junihochwasser angespült worden war, noch immer nicht weggebaggert worden ist. Sie hatten darum gebeten, dass dies so schnell wie möglich geschieht. „Sonst stehen unserer Häuser nach den nächsten heftigen Niederschlägen wieder unter Wasser“, sagten sie.

Deich muss bleiben

Die beiden Fischendorfer hatten zudem gefordert, dass der Hochwasserschutzdamm, der sich unweit der Dr.-Rüdiger-Thiele-Brücke befindet, zurückgebaut wird, damit das Wasser auf die Freiflächen strömt und somit ein Rückstau verhindert wird. Über diese Aussage hat sich eine DA-Leserin, die ihren Namen nicht nennen möchte, aufgeregt. „Das ist eine völlig egoistische Denkweise der zwei Herren“, sagte sie. Verschwindet der Damm, so würde das Wasser andere Ortschaften überschwemmen und dort enorme Schäden anrichten, sagte sie.

Im vergangenen Juni haben die Fischendorfer das Wasser in ihren Häusern stehen gehabt. Auch Altleisnig, das wenige Kilometer flussabwärts liegt, war betroffen. Bauamtsleiter Thomas Schröder bezeichnete den Ort als die am stärksten betroffene Kommune in der Region Leisnig.