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Muldentalklause soll Ostern öffnen

Die Sanierung der Gaststätte geht voran. Ende des Monats soll feststehen, wer der neue Pächter wird. Fünf haben sich beworben.

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Von Sylvia Mende

Geht es nach den Planungen, soll die Sanierung der Muldentalklause Mitte April abgeschlossen sein. Dann könnte der neue Pächter bereits Ostern die Ausflugsgaststätte eröffnen. Wer das ist, darüber wird heute im Verwaltungsausschuss beraten. Nach der Ausschreibung in der Region hatten sich zwei Bewerber gemeldet (DA berichtete). Nun gibt es drei weitere Interessenten, die die Muldentalklause pachten wollen. Sie stellen den Ausschussmitgliedern heute ihr Konzept vor. Die Mitglieder werden dem Gemeinderat eine Empfehlung geben. Die Räte beschließen dann zur Sitzung am 25. Februar, wer künftig die Muldentalklause, die Eigentum der Gemeinde ist, betreibt.

Der neue Pächter bekommt die Gaststätte mit Vereinszimmer voll eingerichtet zur Verfügung gestellt. Der Gastronom muss allerdings die Kücheneinrichtung mitbringen, da diese immer sehr individuell gestaltet wird. Die Kühlzelle ist vorhanden.

Die Bauarbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden sind seit Beginn des Jahres voll im Gange. Der Elektriker hat die Überprüfung der Leitungen abgeschlossen und die Putzer beseitigen dort die Schäden, wo keine Fliesen waren. Die Trockenbauer stellen die Vorwandmontagen für die sanitären Anlagen und parallel dazu werden die Rohrleitungen für die Fußbodenheizung eingebaut. Dann kann der Estrich gegossen werden.

Leitungen könnten schmelzen

„Wir hatten den Einbau von Gussasphalt geplant. Doch das ist nicht möglich“, sagte Bürgermeister Ulrich Fleischer (CDU). Der Gussasphalt hat beim Einbau etwa eine Temperatur von 250 Grad. Da etwa 90 Prozent der elektrischen Leitungen im Fußboden liegen, ist das nicht möglich. Die Isolation würde schmelzen. Auch über das Verlegen der Kabel ist nachgedacht worden, doch weder die damit verbundenen Kosten noch die für den Gussasphalt würde die Versicherung übernehmen, so Fleischer.

Um die Muldentalklause vor Schäden durch Hochwasser zu schützen, soll es einen mobilen Flutschutz für die ebenerdigen Fenster und Türen geben. Gedacht wird dabei an ein System, das mit wenigen Handgriffen eingebaut werden kann.

„Wir haben uns intensiv mit möglichen Varianten des Hochwasserschutzes für das Gebäude beschäftigt“, sagte der Bürgermeister. Das Problem sei, dass das Wasser von allen Seiten kommen kann und ein Rundumschutz nicht möglich ist. „Während im Jahr 2002 das Wasser der Mulde die Klause förmlich weggespült hat, ist im Juni 2013 zuerst das Wasser von hinten, also aus der Kanalisation gekommen“, sagte Ulrich Fleischer. Das gesamte Oberflächenwasser unterhalb des Scheergrundweges läuft zum tiefsten Punkt in diesem Bereich.

Wasser kommt von allen Seiten

Der befindet sich vor dem Tor der Muldentalklause und der Festwiese. Dort wird das Wasser in Schächten gesammelt und in einer Pumpleitung zur Kläranlage gebracht. Bei Starkniederschlägen beginnen die Schächte in der Nähe der ehemaligen Fährschenke wie Springbrunnen zu sprudeln und das Wasser läuft auf die Festwiese. „Wir haben im Juni vergangenen Jahres beobachtet, dass zuerst das Wasser von hinten gekommen ist und erst später der Damm überflutet worden ist“, so Ulrich Fleischer. Deshalb habe eine Erhöhung des Dammes keinen Effekt.

Rund 200 000 Euro hat nach dem Juni-Hochwasser der Schaden am gemeindeeigenen Gebäude betragen. Das hat ein Gutachter festgestellt. Hinzu kommen noch die Schäden, die dem damaligen Pächter, der Muldental GmbH & Co. KG, entstanden sind. Der hat in Größenordnungen eingebüßt. Die Firma war Eigentümer des Kücheninventars, der Einbauten, Wandtäfelungen und der Theke. Auch das Bettenhaus und alles, was auf der Festwiese stand, gehörte der Firma.

Die Gemeinde musste bis Anfang Dezember mit der Vergabe der Aufträge warten. Erst Ende November kam das Okay für die Bauhauptleistungen. Die Gemeinde muss für die Beseitigung der Schäden laut Versicherungspolice einen Eigenanteil von 50 000 Euro aufbringen. Die Kosten, die darüber hinaus anfallen, trägt die Ostdeutsche Kommunalversicherung.